©InvioPhilips
©InvioPhilips

Neues schonenderes Verfahren durch hoch-
modernes Fusionsbild-
gebungssystem - Fusionsbiopsie der Prostata

Die sichere Diagnose eines bösartigen Tumors erfordert nach wie vor eine Gewebeentnahme. Im Bereich der Prostata werden hierfür normalerweise 10–12 Gewebeproben über eine Biopsienadel, ultraschallgesteuert über den Enddarm entnommen. Problematisch hierbei ist die relativ große Ungenauigkeit dieser sogenannten Prostatastanzbiopsie. Hier werden in einem relevanten Prozentsatz bösartige Tumore übersehen. Andererseits werden aber auch „relativ harmlose“ Veränderungen entdeckt, die eigentlich keiner akuten Therapie bedürfen. 

Durch den rasanten technischen Fortschritt ist es heute möglich, mit einer speziellen Untersuchungstechnik mit Hilfe der Kernspintomographie mit großer Genauigkeit Prostatakrebsanteile zu erkennen. Die Probeentnahme in der Kernspintomographie ist jedoch extrem aufwendig, teuer und nur in Narkose möglich. 

Mit Hilfe hochmoderner Softwareprogramme können nun 3D-Modelle der Prostata in der Kernspintomographie und dem Ultraschall erstellt und überlagert werden, sodass nun auf einfache Weise durch diese sogenannte Bildfusion, ultraschallgesteuert, technisch einfach gezielte Probeentnahmen aus der Prostata erfolgen können. 

Somit können die Vorteile der einfachen Durchführbarkeit der ultraschallgesteuerten Probenentnahmen mit der präzisen Bildgebung der Kernspintomographie kombiniert werden. Die großen Vorteile des Systems liegen in der deutlichen besseren Detektionsquote besonders bösartiger Veränderungen. Zudem können unter Umständen dem Patienten auch belastende Probenentnahmen erspart werden. Für die Zukunft können dann unter Umständen auch gezielt nur Teile der Prostata behandelt werden, ohne dass immer das gesamte tumortragende Organ behandelt werden muss.

Seit September steht nun auch in der Urologischen Klinik des RoMed Klinikums Rosenheim ein solches hochmodernes Fusionsbildgebungssystem zur Verfügung. Der Eingriff erfolgt ambulant, in der Regel mit lokaler Betäubung. Voraussetzung ist allerdings der Nachweis von verdächtigen Bezirken in der speziellen sogenannter  multiparametischen MRT Untersuchung. Auch für weitere Fragen stehen wir ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Sollte bei Ihnen eine Probeentnahme aus der Prostata geplant sein, können sie gerne jederzeit einen Termin in unserer Zweitmeinungssprechstunde des Prostatakarzinomzentrums einen Termin zur Beratung vereinbaren.

Chefarzt:
Dr. med.
Markus Wöhr
Facharzt für Urologie
Spezielle Urologische Chirurgie
Medikamentöse Tumortherapie

Tel  +49 (0) 8031 - 365 33 01