Unsere Behandlungsphilosophie

Wir wollen unseren Patienten in einer überschaubaren Abteilung eine individuelle Atmosphäre bieten, in der der Einzelne im Mittelpunkt steht und sich persönlich aufgehoben fühlt. Der leitende Arzt fühlt sich für alle Patienten gleichermaßen verantwortlich und kennt sie in der Regel persönlich.

Gleichzeitig nutzen wir die medizinische Leistungsfähigkeit einer neu eingerichteten Abteilung mit moderner Geräteausstattung. Da das RoMed Klinikum Rosenheim über nahezu alle Fachdisziplinen verfügt, können wir in der engen Zusammenarbeit mit den Spezialisten der anderen Fachabteilungen eine „ganzheitliche Versorgung“ unserer Patienten sicherstellen. Hierzu gehört auch die Betreuung durch ein multidisziplinäres Stationsteam aus Ärzten, Pflegekräften, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Sprachtherapeuten.

Durch eine gute Organisation und durch den großen Einsatz aller unserer Mitarbeiter wollen wir - sofern es die Erkrankung erlaubt - den Aufenthalt im Krankenhaus so kurz wie möglich halten.

Kooperation und Kommunikation wird großgeschrieben - sowohl mit den betreuenden Haus- und Fachärzten, mit den Spezialisten anderer Fachdisziplinen des Hauses als auch mit anderen Kliniken, so z. B. im Rahmen des überregionalen TEMPiS-Projektes.

Ihr
Dr. med. Hanns Lohner

Fortschritte in der Behandlung neurologische Krankheitsbilder

Eine stürmische Entwicklung gab es in den letzten Jahren bei der Behandlung des akuten Schlaganfalls. In Deutschland ereignen sich pro Jahr 270.000 Schlaganfälle. Damit ist der Schlaganfall die dritthäufigste Todesursache. Alarmierend ist dabei, dass ein Großteil der überlebenden Patienten langfristig behindert bleibt und auf fremde Hilfe angewiesen ist. Durch frühzeitige Behandlung können jedoch die Folgen eines Schlaganfalles erheblich gemindert werden.

Meist ist beim Schlaganfall eine Schlagader im Gehirn durch ein Blutgerinnsel verschlossen. Dieses Gerinnsel kann häufig in den ersten Stunden nach Beginn des Schlaganfalls durch Medikamente, die in den Blutkreislauf verabreicht werden, wieder aufgelöst werden. Diese Therapie wird Thrombolyse genannt und gilt als Standardtherapie innerhalb der ersten Stunden. Seit kurzem gibt es bei sehr schweren Schlaganfällen, bei denen ein großes Hirngefäß verschlossen ist, eine zusätzliche Therapiemöglichkeit. mehr lesen

Auch in der Therapie der Multiplen Sklerose hat es in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte gegeben. Die Multiple Sklerose ist eine Entzündungserkrankung des Gehirns, welche häufig junge Menschen betrifft. Die Erkrankung tritt in so genannten Schüben auf und kann über Jahre hinweg zu einer zunehmenden neurologischen Behinderung der Betroffenen führen. Die Multiple Sklerose ist damit die häufigste Ursache für eine Behinderung im jungen Erwachsenenalter. Zur Behandlung der MS werden Medikamente eingesetzt, die eine überschießende Aktivität des Immunsystems dämpfen. mehr lesen

Neue Entwicklungen gibt es in der Therapie häufiger Hirntumore. Diese Tumore gehen von den so genannten Stützzellen des Gehirns aus und werden Gliome genannt. Auch nach einer Operation tritt der Tumor häufig später erneut auf. Es hat sich gezeigt, dass nach operativer Entfernung eines solchen Tumors eine Nachbehandlung mit Strahlentherapie und Chemotherapie dieses Nachwachsen verhindern oder zumindest weit hinausschieben kann. Dabei stehen heute sehr gut verträgliche Chemotherapeutika zur Verfügung.

Diese wenigen Beispiele zeigen, dass neurologische Erkrankungen, die früher häufig als nicht behandelbar galten, heute in vielen Fällen sehr gut therapiert werden können. Durch die weltweit sehr intensive Forschung auf diesem Gebiet sind in den nächsten Jahren noch weitere Fortschritte zu erwarten.

Chefarzt:
Dr. med.
Hanns Lohner

Neurologie und Psychatrie, Spezielle
Neurologische Intensivmedizin

Tel  +49 (0) 8031 - 365 36 61
Fax +49 (0) 8031 - 365 49 04

Sekretariat

Cornelia Scholz, Tamara Kirn,
Sylvia Sedlmaier

Mitarbeiterteam