Bruchoperationen

Im Normalfall wird der Inhalt der Bauchhöhle durch das Zusammenspiel von Muskeln, Faszien und Knochen an Ort und Stelle gehalten. Durch genetische Veranlagung, körperliche Belastung oder operative Eingriffe kann es jedoch zu einem Auseinanderweichen der Bauchdecken kommen, in einem solchen Fall spricht man von einem Bauchwandbruch. Das bekannteste Beispiel hierfür ist der Leistenbruch (Leistenhernie), hierbei kann es zu einer Verlagerung von Darm in den Leistenkanal kommen.  Auch das Zwerchfell als muskuläre Begrenzung der Bauchhöhle zum Brustkorb kann Schwachstellen aufweisen, hier kann es zur Verlagerung von Magenanteilen in den Brustkorb kommen.

Um einer Darmeinklemmung mit der Gefahr des Absterbens von Darmanteilen zuvorzukommen, werden Leistenbrüche operativ versorgt. Hierbei wird zwischen offenen und minimalinvasiven Techniken unterschieden, im Regelfall wird ein Netzgewebe zur Verstärkung des Leistenkanals eingebracht.  In unserer Klinik ist die sogenannte TEP (total extraperitoneale Plastik) als minimalinvasives Verfahren etabliert und sichert eine rasche Erholung der Patienten.

Ein Zwerchfellbruch kann durch Atem- oder Refluxbeschwerden zu einer massiven Einschränkung der Lebensqualität führen. Die Entscheidung zur operativen Therapie wird im Rahmen einer interdisziplinären Diskussion und nach Durchführen einer Funktionsdiagnostik (im Regelfall pH-Metrie und Impedanzmanometrie) getroffen. Wenn die Entscheidung zur operativen Versorgung getroffen wird, stehen an unserer Klinik minimalinvasive Verfahren zur Verfügung, die eine schonende Therapie ermöglichen.

Chefarzt:
Prof. Dr. med. Kai Nowak

 

Klinik für Allgemein-, Gefäß- und Thoraxchirurgie

 

Kontakt

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