Gastroenterologie und Hepatologie

Schwerpunktstationen: 6/1 Nord, 5/2, 6/1 Süd (Privat)

Endoskopie

In der Endoskopieabteilung werden jährlich 9.000 diagnostische und therapeutische Untersuchungen bei Erwachsenen und Kindern durchgeführt. 

Ein Team von 6 Oberärzten, 2 Fachärzten und 12 speziell für die Endoskopie geschulten Pflegekräften stellen zusammen mit dem Chefarzt eine 24-stündige Bereitschaft an 7 Tagen pro Woche sicher.

Unsere Erfahrung und der Einsatz von Videoendoskopen der neuesten Generation erlauben eine umfassende und individualisierte Behandlung unserer Patienten, auch bei komplexen Krankheitsbildern.

Es werden alle gängigen Untersuchungsverfahren wie Spiegelungen des oberen Verdauungstraktes (Gastroskopie), des Dickdarms (Koloskopie) inklusive therapeutischer Eingriffe wie die Blutstillung, die schonende Abtragung von Krebsvorstufen oder Frühstadien bösartiger Tumoren, die Behandlung von Speiseröhrenkrampfadern, das Einbringen von Metallprothesen (Stents) in Speiseröhre, Darm, Gallen,- und Bauchspeicheldrüsengänge zur Beseitigung tumor- oder steinbedingter Passagehindernisse (ERCP), die Behandlung von Speiseröhrenkrampfadern, sowie die Behandlung von Hämorrhoidalleiden angeboten. 

Für den aufgrund seiner Länge schwer zugänglichen Dünndarm werden ein überlanges Spezialendoskop (Ballonenteroskop) und die Kapselendoskopie (schluckbare Minikamera) vorgehalten. Mit einem ultradünnen Cholangioskop können die Gallenwege sondiert und direkt eingesehen werden. 

Die Endosonographie ermöglicht eine Beurteilung des Wandaufbaus des jeweiligen Organs und der umgebenden Strukturen- ein vielseitiges Instrument z.B. zur Probengewinnung bei anderweitig schwer zugänglichen Tumorprozessen und endoskopischen Zysten- und Abszessbehandlung. Für die Endosonographie besteht mit 900 durchgeführten Eingriffen pro Jahr eine außerordentliche Expertise.

Die Nachbeobachtung der Patienten erfolgt in einem eigenen, mit modernsten Überwachungsgeräten ausgestatteten Aufwachraum mit 10 Plätzen.

Die hygienisch einwandfreie Endoskopaufbereitung wird durch Waschmaschinen und Trocknungsanlagen neuester Technologie und ständige Kontrollen gewährleistet.
 

Gastroenterologische Funktionsdiagnostik

Mit feinen Sonden können Säureproduktion (sogenannte Impedanz-pH-Metrie) und Druckverhältnisse (hochauflösende Manometrie) im oberen Verdauungstrakt gemessen werden, auch Langzeitaufzeichnungen bis 24 Stunden sind möglich. 

Spezielle, den Patienten nicht belastende Atemtests (H2-Exhalationstests) lassen Rückschlüsse auf Funktionsstörungen des Verdauungstraktes wie Laktose- und Fruktoseintoleranz, bakteriellen Überwuchs im Dünndarm sowie Besiedelung des Magens mit dem Bakterium Helicobacter pylori zu. 

Sonographie

Die Ultraschalldiagnostik (Sonographie) mit leistungsfähigen „high-end“-Geräten ist unverzichtbarer Bestandteil der internistisch-gastroenterologischen Untersuchung und ermöglicht eine Diagnosestellung ohne belastende Röntgenstrahlung.
In der Abteilung besteht eine besondere Expertise besteht beim Einsatz der Kontrastmittelsonographie, die wertvolle Informationen zum Beispiel bei der Differenzierung tumoröser Prozesse gibt. In großer Zahl werden sonographisch geführte Punktionen zur Gewinnung von Gewebeproben und Drainagen zur Entlastung von Ergüssen und Abszessen durchgeführt.

 

Ärzteteam:

Funktionsbereich Endoskopie, Gastroenterologische Funktionsdiagnostik:

Prof. Dr. med. Stefan von Delius - Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie, Endokrinologie, Internistische Intensivmedizin, Rettungsmedizin

Chefarzt der Medizinischen Klinik II

 

Dr. med. Johannes Boedeker - Internist, Gastroenterologie

Oberarzt der Medizinischen Klinik II

Dr. med. Stefan Schinner - Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie, Notfallmedizin, spezielle internistische Intensivmedizin
Oberarzt der Medizinischen Klinik II

Dr. med. Klaus Wolfrum - Internist, Gastroenterologie, Oberarzt der Medizinischen Klinik II

Kontakt

Anmeldung Endoskopie
Tel +49 (0) 8031 - 365 71 70

Sekretariat Med. Klinik II
Tel +49 (0) 8031 - 365 31 51

Einweisung:

Nach § 115 b Absatz 1 SGB V können mit Ausnahme der Gastroskopie alle gängigen Endoskopieverfahren ambulant auf Überweisungsschein durchgeführt werden.

Für die Anlage von PEG-Sonden und die 24-Stunden pH-Metrien sowie die Speiseröhren-Manometrie bestehen Ermächtigungen zur Teilnahme an der kassenärztlichen Versorgung (Prof. Dr. med. Stefan von Delius).

Gastroenterologie im Medizinischen Versorgungs-
zentrum MVZ