Operationen an Samenleitern
(Sterilisation des Mannes ,Vasektomie):

Obwohl die Sterilisation des Mannes eine der sichersten Methoden zur Verhinderung einer ungewollten Schwangerschaft ist, entschließen sich nach wie vor nur relativ wenige Männer zu diesem Eingriff. Die Vasektomie kann in der Regel vom Urologen ambulant durchgeführt werden, schädliche Nebenwirkungen sind äußerst selten. Eine Wiederherstellungs-Operation ist möglich, gestaltet sich aber sehr schwierig.

Die Vasektomie ohne Hautschnitt

Die relativ neue Operationsmethode der Non-Skalpell-Vasektomie (NSV) unterscheidet sich von der klassischen Vasektomie durch den Zugangsweg. Hier werden beide Samenleiterstücke durch nur einen Zugang in der Mitte des Hodensackes, im Bereich der dort verlaufenden natürlichen Hautnaht, der sogenannten Raphe scroti, entfernt. Für diesen kleinen Zugang reicht es aus, die Haut mit einer spitzen Klemme aufzuspreizen, weswegen ein Skalpell gar nicht erst benötigt wird. Hierdurch ist die Non-Skalpell-Vasektomie nochmals weniger invasiv, als die ohnehin schon wenig invasive klassische Vasektomie. Durch die aufgespreizte kleine Öffnung wird dann, mit einem speziell dafür entwickelten chirurgischen Instrument, der sogenannten Ringklemme, die Samenleiter gefasst und aus dem Skotum herausgezogen.

Nun wird ein Stück davon entfernt, der obere und untere Anteil jeweils abgebunden und zusätzlich mit einer elektrischen Pinzette verödet, sowie ligiert und im Anschluss in verschiedenen Gewebsebenen wieder vernäht.

Die „Non-Skalpell – Vasektomie“ (ohne Messer) -Methode ist ein sehr schonendes und ein nebenwirkungsarmes Verfahren zur Sterilisation des Mannes. Die Methode stellt die modernste Art der Samenleiterdurchtrennung dar.

Am Ende des Eingriffes wird die Haut mit einem selbstauflösendem Faden vernäht, wofür meist ein bis zwei Stiche reichen. Die gesamte Non-Skalpell-Vasektomie dauert etwa 25 Minuten und ist rein ambulant, das heißt nach dem Eingriff kann der Patient das Krankenhaus nach kurzer Nachbeobachtungszeit im Wartezimmer wieder verlassen. Er muss auch nicht abgeholt werden.

Da es sich bei der Non-Skalpell-Vasektomie, wie auch bei der herkömmlichen Vasektomie, um eine Wunschleistung handelt, werden die Kosten nicht von den Kassen oder Privatversicherungen übernommen.

Vor dem Eingriff genau überlegen

 
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Was passiert bei der Vasektomie?

 
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Verhütung - wie sicher ist die Vasektomie?

Die Vasektomie ist eine der sichersten Verhütungsmethoden. Der Pearl Index beträgt bei diesem Eingriff 0,1 (s. a. unten)

Ab wann besteht Unfruchtbarkeit?

 
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Wo verbleibt das weiter produzierte Sperma?

 
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Was passiert mit der Potenz?

 
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Kann die Sterilisation rückgängig gemacht werden?

 
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Beeinträchtigende Folgen der Vasektomie?

 
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Häufig gestellte Fragen zur Vasektomie

 
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Pearl Index

 
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Komplikationen nach Vasektomie

 
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Psychosoziale Effekte

 
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Bitte unbedingt beachten!

Vor dem Eingriff
Der Operateur entscheidet, ob und wann blutgerinnungshemmende Medikamente (z.B. Marcumar®, Aspirin®) unter Kontrolle des behandelnden Arztes abgesetzt bzw. durch ein anderes Medikament ersetzt werden müssen.

Nach dem Eingriff
sollten Sie sich für etwa 24 Stunden ruhig verhalten. Wird der Eingriff ambulant durchgeführt, lassen Sie sich bitte von einer Begleitperson abholen, da Ihr Reaktionsvermögen durch Betäubungs- und/oder Schmerzmittel noch eingeschränkt sein kann.

Ihr Arzt/Ihre Ärztin wird Ihnen mitteilen, wann Sie wieder aktiv am Straßenverkehr teilnehmen oder an laufenden Maschinen arbeiten können. Sie sollten in dieser Zeit auch keinen Alkohol trinken und keine wichtigen Entscheidungen treffen.

Verständigen Sie bei Unwohlsein (z.B. Übelkeit, Schwindel), Fieber, Schmerzen oder Blutungen sofort die Ärztin/den Arzt, auch wenn diese Beschwerden erst einige Tage nach dem Eingriff auftreten!

Meist kann sexuelle Aktivität nach etwa einer Woche bis 10 Tagen wieder aufgenommen werden.

Da Sie nach dem Eingriff noch solange fruchtbar sind, bis der Samenerguss spermienfrei ist, muss einer der beiden Partner während dieser Zeit andere Verhütungsmaßnahmen anwenden.

Für etwa zwei Wochen sollte engsitzende Unterwäsche oder ein Hodensackhalter (Suspensorium) getragen werden, um den Hodensack zu stützen.