Internistische Intensivstation

Die internistische Intensivstation 4/2-Ost der Medizinischen Klinik I hält 14 Betten incl. 2 Einzelplätze für die Behandlung schwerstkranker Patienten vor. Die Station ist baulich und apparativ nach modernsten Gesichtspunkten ausgestattet und bietet allen Patienten ein invasives hämodynamisches Monitoring sowie eine Beatmungsmöglichkeit. Eine EDV-basierte Visite mit bettseitigen Computern ist Standard.

Das Ärzteteam umfasst 11 Mitarbeiter, darunter drei Oberärzte und Fachärzte mit der Zusatzbezeichnung „Intensivmedizin“. Zusammen mit über 40 Pflegekräften (hoher Anteil mit Fachweiterbildung Intensivmedizin) werden pro Jahr bis zu 1200 Patienten behandelt. Im Rahmen der vollen Weiterbildungsermächtigung bilden wir sowohl zum Internisten als auch zur Erlangung der Zusatzbezeichnung „Intensivmedizin“ aus. Neurologische Assistenzärzte rotieren während ihrer Weiterbildung halbjährig auf die internistische Intensivstation und begleiten internistische Patienten bei neurologischen Fragestellungen. Als Lehrkrankenhaus der LMU werden auch PJ-Studenten in die Intensivmedizin eingeführt und im Rahmen des PJ-Unterrichts betreut. Darüber hinaus bildet die internistische Intensivstation mit speziell geschulten Praxisanleitern zur Fachpflegekraft für Anästhesie und Intensivmedizin aus. 

Vordringliches Behandlungsziel ist die sofortige, leitliniengerechte Akutversorgung internistisch und neurologisch instabiler Patienten aus allen RoMed Kliniken sowie einem großen regionalen und überregionalen Einzugsgebiet zwischen München und Salzburg. Die internistische Intensivstation ist in mehrere Versorgungs-Netzwerke eingebunden und so primäre Anlaufstelle für Notärzte mit kardial (Herzinfarkt-Netzwerk, Lifenet-EKG-Übertragung), pulmonal (ARDS) oder neurologisch (Schlaganfall-Netzwerk, FIT-Projekt) instabilen Patienten. Die zusätzliche enge Kooperation mit zentraler Notaufnahme, Kardiologie, Neurologie und interventioneller Neuro-/Radiologie qualifiziert uns als überregionales Reanimationszentrum

Ein Behandlungsschwerpunkt ist die differenzierte Therapie von Mehrorganversagen. In diesem Zusammenhang kommen auf der internistischen Intensivstation neben der Dialyse auch Links-Herz-Assist-Systeme wie z.B. Impella oder  VA-ECMO als Bridging-Verfahren zum Einsatz. Hohe Expertise besteht auf dem Gebiet der medikamentösen und apparativen Stabilisierung und Entwöhnung kardiozirkulatorisch instabiler Patienten, die mittels PICCO 2 kontinuierlich hämodynamisch überwacht werden. Alternative Sedierungsverfahren (Gasnarkose) sind essentieller Bestandteil einer modernen, zukunftsorientierten Intensivmedizin.
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Wir bündeln unsere Kräfte nicht nur für den Patienten, sondern stehen auch Angehörigen in schweren Zeiten empathisch zur Seite.
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Ausstattung und Leistungsspektrum

  • 14 Beatmungsbetten (invasiv und nichtinvasiv) mit invasivem hämodynamischen Monitoring inclusive PICCO 2® und Pulmonaliskatheter
    modernes EDV-gestütztes Arbeiten mit Bettplatz-PCs
  • Reanimationszentrum (in Kooperation mit ZNA, Kardiologie, Radiologie, Neurologie)
    - externes Cooling
    - erweiterte neurologische Diagnostik: SEP, EEG, NLG
    - Kooperation mit DSO (Organspende)
  • Schrittmacher- und ICD-Zentrum mit temporärer und akut permanenter Device-Therapie, Elektrophysiologie
  • 24h/365 Tage Rechts-/Linksherzkatheterdiagnostik mit allen Revaskularisationsverfahren
  • 24h/365 Tage bettseitige Diagnostik:
    - Herzechokardiographie, transösophagealer Ultraschall, Abdomen-Sonografie
    - Bronchoskopie
    - Drainagen (Pleura, Abdomen, Pericard)
  • 24h/365 Tage Dialyse (Genius, IVVH/HDF in Kooperation mit KFH)
  • Alternative Sedierungsverfahren incl. Gas-Narkose (Anaconda®)
  • Moderne Beatmungs- und Weaningstrategien
    - nasal highflow therapy
    - Nichtinvasive, invasive Beatmung
    - spezielle Beatmungsverfahren im ARDS
    - dilatative und chirurgische Trachealkanülierung
    - Videolaryngoskopie
    - bronchoskopische nasale Intubation
  • extrakorporale Unterstützungsverfahren: Impella®, VA-ECMO als Bridging-Verfahren
  • interdisziplinäre Behandlungsstrategien/Kooperationen:
    Kardiologie:
    Herzinfarkt-Netzwerk Bayern, Herzchirurgie Vogtareuth, Endokarditis-Team (Kardiologie, Herzchirurgie, Mikrobiologie, Hygiene), Behandlung früh-postoperativer herzchirurgischer Patienten
    Pneumologie:
    erweiterte pneumologische Diagnostik (z.B. Bronchialbiopsie), elektrische Impedanztomografie
    Gastroenterologie:
    ÖGD und Koloskopie (24h/365Tage), Endosonografie, ERCP, PEG-Anlage
    Neurologie:
    Schlaganfall-Zentrum, interventionelle Neuroradiologie (FIT-Projekt), Neurochirurgie Vogtareuth
    Radiologie:
    klassisches bettseitiges Röntgen, CT, Angio, MRT
    Antibiotic Stewardship, Hygiene-Visiten
    Konsildienst Psychiatrie (z. B. bei Suizidversuch)
  • tgl. Physiotherapie (Frühmobilisation), Logopädie, Ergotherapie
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Besuchszeiten

15.00 - 18.30 Uhr

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Chefarzt
Dr. med. Martin Morgenstern [Vita]
Kontakt
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Medizinische Klinik 1

Internist, Kardiologe, Internistische Intensivmedizin

Dr. med. Uwe Biller
Leitender Oberarzt

Internist, Kardiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Interventionelle Kardiologie
Chefarztstellvertreter

Privatsprechstunde

Chefarzt Dr. med. Martin Morgenstern

Termin nach Vereinbarung
Tel  +49 8031 365 31 01