Kunsttherapie - Entdeckung und Entfaltung der eigenen Kreativität als heilende Kraft

Chronische Schmerzerkrankungen sind für Patienten oft mit seelischen Belastungen verbunden. Sie haben ihre körperliche und ihre seelische Seite. Im Rahmen der kunsttherapeutischen Arbeit in der Schmerztagesklinik im RoMed Klinikum Rosenheim gibt es die Möglichkeit, Entlastung über das Malen zu erfahren.

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"Unsere ganze innere Welt ist Wirklichkeit.
Vielleicht sogar wirklicher, als die sichtbare Welt."
Marc Chagall

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Ziel der kunsttherapeutischen Arbeit

Unser Ziel ist die Verbesserung der Lebensqualität, der bessere Umgang mit sich selbst und der neuen Situation, einen Beitrag dazu zu leisten, mit der Krankheit leben zu lernen, das heißt, sie immer besser bewältigen und integrieren zu können und die Möglichkeit einen Ausdruck für einen sehr belastenden Eindruck zu finden.

Ziel ist auch unter den veränderten Bedingungen das innere Gleichgewicht, die innere Kraft wieder zu finden und sich zu stärken, Hoffnung zu schöpfen und Veränderungen anzunehmen. Kreatives Arbeiten hat eine große Kraft und wir lernen, dass sich viel verändern lässt, wenn wir „den Pinsel“ wirklich in die Hand nehmen. Der aktive Umgang mit Farbe und Form eröffnet neue Wahrnehmungsmöglichkeiten. Dies kann befreiend und beruhigend sein. Maltherapie bietet die Gelegenheit einer aktiven Erfahrung. Jeder kann selbst zum „Bildgestalter“ werden, ohne dass dies an künstlerische Fähigkeiten gebunden wäre.

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Malen heißt erzählen

Anderen ebenso wie sich selbst. Malen ist eine Möglichkeit auch ohne Worte den Augenblick einer wahren Empfindung wieder zu entdecken. Mit Hilfe der Maltherapie kann man die seelische Befindlichkeit verbessern, die eigenen Kraftquellen aufdecken und stärken, sowie die Kreativität und Entwicklungsprozesse anregen. Die innere Welt äußert sich im spontanen Ausdruck. Wir greifen diesen auf und begeben uns auf einen Weg, diesen zu betrachten, zu entwickeln und gegebenenfalls zu verändern. Hierbei ist der Weg wichtiger als das Endergebnis.

Kunsttherapie hilft besonders dort, wo für die inneren Geschehnisse noch kein sprachlicher Ausdruck möglich ist. Die Bewusstwerdung innerer Zusammenhänge ermöglicht einen reiferen Umgang mit sich selbst. Je weniger einer „malen kann“, desto besser für die Therapie, denn NICHTS IST FALSCH; ALLES IST RICHTIG. Keiner sollte Angst haben, dass er nicht malen kann.

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Christiane von Canal

Kunsttherapeutin (BVAKT), Psychoonkologin (DKG), Yogalehrerin (BYV)