RoMed-Aktionstag: Moderne Pflege zeigt Gesicht – mit Wissen, Technik und Begegnung
Pflege ist weit mehr als Versorgung am Krankenbett. Sie ist hoch spezialisiert, technisch anspruchsvoll – und vor allem nah am Menschen. Wie vielfältig der Pflegeberuf heute ist, haben die RoMed Kliniken am internationalen Tag der Pflege eindrucksvoll gezeigt.
Mit Fachvorträgen in Rosenheim und einem Aktionstag in Wasserburg öffneten beide Häuser ihre Türen für Interessierte, Patientinnen und Patienten, Angehörige sowie Mitarbeitende. Das Ziel: Pflege sichtbar machen und Berührungsängste abbauen. „Viele Menschen verbinden Pflege noch immer ausschließlich mit Grundversorgung. Dabei hat sich das Berufsbild enorm weiterentwickelt“, so Pflegedienstleiter Simon Brunnlechner am Rande der Veranstaltung. „Wir wollten zeigen, wie viel Fachwissen, Verantwortung und Menschlichkeit hinter unserer täglichen Arbeit steckt.“
Im RoMed Klinikum Rosenheim setzte man auf kompakten Wissenstransfer. Im Loungebereich des Haupteingangs erhielten die Zuhörerinnen und Zuhörer in einer dreiteiligen Vortragsreihe – pflegerische Versorgung in der Onkologie, Atmungstherapie und Stomaversorgung – praxisnahe Einblicke in die moderne Pflege.
Pflege zum Anfassen begeistert Besucher in Wasserburg
Noch interaktiver präsentierte sich die RoMed Klinik Wasserburg am Inn. Unter dem Motto „Pflege zum Anfassen und Erleben“ konnten Besucherinnen und Besucher moderne Pflege hautnah kennenlernen. Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt das Wundmanagement. Hier demonstrierten Fachkräfte innovative Versorgungstechniken, darunter spezielle Wundauflagen, die Madentherapie und die sogenannte VAC-Therapie. Für einen Aha-Effekt sorgte eine Wassermelone, an der das Verfahren anschaulich erklärt wurde. „Das war überraschend spannend. Ich hätte nie gedacht, wie technisch und spezialisiert Wundversorgung heute ist“, sagte eine Besucherin.
Großes Interesse weckte auch der Bereich Geriatrie. Dort konnten Gäste digitale Beschäftigungssysteme, wie den „CareTable“ testen, audiovisuelle Anwendungen für Menschen mit Demenz kennenlernen und Exoskelette ausprobieren. Ergänzt wurde das Angebot durch praktische Hilfsmittel für den Pflegealltag.
Ein besonderer Publikumsmagnet war zudem die Intensivstation. Bei Führungen im Halbstundentakt erhielten die Teilnehmenden Einblicke in ein vollständig ausgestattetes Intensivzimmer mit Beatmungstechnik und Dialysegeräten.
Pflegeberuf im Wandel
Beide Veranstaltungen machten deutlich: Pflege verändert sich rasant. Digitalisierung, Spezialisierung und interdisziplinäre Zusammenarbeit prägen den Alltag zunehmend. Gleichzeitig bleibt der menschliche Faktor entscheidend. „Technik unterstützt uns – aber am Ende geht es immer um Menschen“, betonte Brunnlechner. „Gerade deshalb ist es wichtig, unsere Arbeit transparent zu machen.“
