Palliativmedizin

Die Abteilung für Palliativmedizin unter der Leitung von Dr. med. Michael Schnitzenbaumer betreut Menschen mit einer nicht mehr heilbaren Erkrankung. Unser Ziel ist die Verbesserung und Erhaltung der Lebensqualität der Patienten, um so ein selbstbestimmtes und lebenswertes Leben bis zuletzt zu ermöglichen. Ein spezialisiertes, interdisziplinäres Team bietet dafür eine intensive, stationäre Begleitung. Das Team besteht aus Fachärzten, speziell geschultem Pflegepersonal, Seelsorgern, Physio- und Ergotherapeuten, Kunst- und Musiktherapeuten, Sozialpädagogen, einem Therapeuten für Traditionelle Chinesische Medizin, Entspannungstherapeuten, Psychologen und Psychoonkologen.

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Unsere Palliativstation

Die Palliativstation mit ihren zehn großen, hellen Einzelzimmern mit Telefon, Fernseher und Internetzugang befindet sich im Haus 1 /3. OG. In jedem Zimmer besteht eine Übernachtungsmöglichkeit für Angehörige. Die Besuchszeiten der Palliativstation sind ohne Einschränkung.
Für die individuelle Zubereitung der Speisen steht eine voll ausgestattete Patienten- und Angehörigenküche zur Verfügung. Ein Wohnzimmer und eine große Sonnenterrase mit Blick über Rosenheim laden als Orte der Begegnung ein.

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Die Aufnahme auf der Palliativstation

Sie leiden unter einer nicht mehr heilbaren Erkrankung im fortgeschrittenen Stadium. Dazu gehören alle Krebserkrankungen, alle chronischen Organerkrankungen (z.B. COPD), neurologische Erkrankungen (z.B. fortgeschrittene Demenz, ALS, Parkinson). Und Sie haben Beschwerden körperlicher, seelischer oder psychosozialer Art, die ambulant nicht zu bessern sind. 

Aufnahme
Die Aufnahme auf unsere Station erfolgt nur nach Terminvergabe. Nach Vorgespräch zwischen Ihrem Hausarzt und dem Stationsarzt mit Terminabsprache bekommen Sie die stationäre Einweisung für die Palliativstation. Sie dürfen uns gerne im Vorfeld besuchen und dabei erfahren, wie wir arbeiten.
Bei Patienten, die sich bereits in Kliniken befinden, nimmt der behandelnde Arzt Kontakt mit der Palliativstation auf.
 
Behandlungsansätze
Ziel der Behandlung ist es, 

  • durch einen multimodalen Ansatz Ihre Beschwerden zu bessern.
  • mit Ihnen Möglichkeiten und Strategien zu entwickeln, damit Sie mit der durch den Krankheitsprozess veränderten Lebenssituation besser zurecht kommen und die Lebensqualität wieder verbessert wird.

Neben der medikamentösen Behandlung kommen andere Verfahren und Techniken zum Einsatz, wie Physiotherapie, Entspannungsmethoden, Lymphdrainage und Massagen, Wickel und Einreibungen, Musik- und Kunsttherapie, gesprächstherapeutische Methoden, Aromapflege und seelsorgerische Begleitung.
 
Entlassung
Die Station ist keine Einrichtung zur Dauerpflege. Der Schwerpunkt unserer Behandlung liegt in der Symptomkontrolle im Krankheitsverlauf, so daß in vielen Fällen anschließend eine ambulante Weiterversorgung wieder möglich ist. Zusammen mit Ihnen und Ihren Angehörigen bereiten wir die Entlassung sorgfältig vor, nehmen wieder Kontakt zu Ihrem Hausarzt auf, kontaktieren im Bedarfsfall Pflegedienste, Pflegeheime oder das ambulant tätige Palliativteam (SAPV), rezeptieren Hilfsmittel oder helfen bei der Vermittlung weiterer sozialer Dienste. Sollten Sie sich bereits in der letzten Phase ihrer Erkrankung befinden, begleiten wir Sie und Ihre Angehörigen auch im Sterbeprozess.
 
 

Mehr Informationen zum Ethikkomitee
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Pflegeteam

Jede unserer Pflegekräfte bringt ihre persönlichen und fachlichen Qualitäten in die Pflege und Begleitung der Patienten ein. Themen wie Atempflege, Wundpflege, Wickel und Auflagen, Fußreflexzonenmassage, rhythmische Einreibung und Aromapflege fließen in unsere tägliche Arbeit mit ein. Konzepte wie Kinästhetik, Bobath und Basale Stimulation® in der Pflege werden bei uns angewendet.

All dies ermöglicht uns eine individuelle pflegerische Betreuung, die über die Grundpflege hinaus geht. Bei den hauswirtschaftlichen Tätigkeiten werden wir auch durch eine Helferin bzw. einen Helfer des Bundesfreiwilligendienstes unterstützt. Es ist uns wichtig, Ihnen einen geschützten Raum zu bieten, der auch in einer schwierigen Lebensphase Platz zur Entwicklung gibt.

"Es gibt ein Wachsen und Werden inmitten des Zustandes, der nach Ende aussieht."
- Cicely Saunders -

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Physiotherapie

Auf der Palliativstation verfolgt das Therapeuten-Team individuell an den Patienten angepasste Ziele. Wichtigstes Grundprinzip ist das Eingehen auf die Patienten und, soweit möglich, gemeinsames Entwickeln der Therapieziele. Eine tägliche Anpassung der Behandlung an die aktuelle Situation des Patienten erfolgt in enger Absprache mit Pflege, Ärzten und Patient. Einschneidende Probleme wie Schmerz, Angst und/oder Atemnot werden durch spezielle physiotherapeutische Maßnahmen verringert. Der Patient lernt unter der Behandlung ein gewisses "Selbstmanagement" und gewinnt dadurch an Eingeständigkeit.

Wenn die Gesamtsituation eine Rückkehr ins häusliche Umfeld erlaubt, liegt der Schwerpunkt der Behandlung auf Kräftigung, Versorgung mit Hilfsmitteln, Gleichgewicht, Koordination, Alltagsschulung und Zusammenarbeit mit Angehörigen. Mit Entspannungstechniken, Lagerungen und Maßnahmen zur allgemeinen Erleichterung kann auch der Sterbeprozess begleitet werden.

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Musiktherapie

Nachweisbar ist, dass durch Musiktherapie die Lebensqualität steigt, dass der Patient u. U. weniger Medikamente benötigt, Schlafstörungen nachlassen können, Depressionen eine Ausdrucksmöglichkeit finden. Vieles, was nicht ausgesprochen werden kann, lässt sich durch Musik leichter ausdrücken, auch wenn der Patient seine Gefühle nicht in Worte fassen kann. Ängste können sich lösen und durch die entspannende Wirkung können Stresshormone abgebaut werden.

Die möglichen Therapieangebote der Palliativstation:

  • Rezeptive Musiktherapie - Musik hören und über die dabei entstehenden Gefühle reden.
  • Gemeinsames Singen, auch mit den Angehörigen, wobei des nicht um stimmliche Qualität geht, sondern um das Erfahren des eigenen Klanges.
  • Improvisatorisches Musizieren mit einfachen Instrumenten, wie beispielsweise Monochord, Trommeln, Fingerkalvier, deren Klänge neue innere Räume öffnen.
  • Klangschalenbehandlung
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Kunsttherapie - Entdeckung und Entfaltung der eigenen Kreativität als heilende Kraft

Krebserkrankungen sind für Patienten mit starken seelischen Belastungen verbunden. Sie erschüttern das gesamte Sein und haben ihre körperliche und ihre seelische Seite. Im Rahmen der psychoonkologischen Betreuung gibt es die Möglichkeit Entlastung über das Malen zu erfahren.

Ziel der psychoonkologischen und kunsttherapeutischen Arbeit ist die Verbesserung der Lebensqualität, der bessere Umgang mit sich selbst und der neuen Situation, einen Beitrag dazu zu leisten, mit der Krankheit leben zu lernen, das heißt, sie immer besser bewältigen und integrieren zu können und die Möglichkeit einen Ausdruck für einen sehr belastenden Eindruck zu finden. Ziel ist auch unter den veränderten Bedingungen das innere Gleichgewicht, die innere Kraft wieder zu finden und sich zu stärken, Hoffnung zu schöpfen und Veränderungen anzunehmen.

"Unsere ganze innere Welt ist Wirklichkeit. Vielleicht sogar wirklicher als die sichtbare Welt."
- Marc Chagall -

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Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

Viele Patienten mit einer fortgeschrittenen Erkrankung haben bereits positive Erfahrungen mit einer Behandlungsweise der Traditionell Chinesischen Medizin zusätzlich zum modernen westlichen Behandlungskonzept gemacht. Im Rahmen eines Aufenthaltes auf der Palliativstation ist es möglich, den Patienten Elemente der TCM anzubieten. Meist handelt es sich um die sanfte Behandlung der Akupunkturleitbahnen mit der AnPiMoMai Therapie und um Akupressur, seltener um klassische Akupunktur. Hierdurch können oft Schmerzen gelindert und Grundfunktionen wie Atmung, Kreislauf und Ausscheidungen positiv beeinflusst werden. Zudem beruhigt und harmonisiert die Behandlung viele Patienten und führt zu Symptomlinderung und Verbesserung der verbliebenen Lebensqualität. Alle Behandlungen werden mit dem ärztlichen und pflegerischen Team abgesprochen und in das Gesamtkonzept der Therapie mit eingebunden.

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Entspannungs- und Gesundheitstraining

"Gesundheit - trotz Krankheit", das ist wie Licht und Schatten.

Auch wenn Sie schwer krank sind, gibt es noch die (fast) gesunden Momente.
Sie freuen sich gerade, weil sich ihr Körper durch eine Behandlung wohlig und entspannt anfühlt oder Sie sich wieder angenehm wahrnehmen können.

Dazu ein kleiner Ausschnitt aus der Vielfalt der Angeboten des Entspannungs- und Gesundheitstrainings, die Ihnen dies ermöglichen:

  • Atem- und Entspannungsübungen
  • Die Kraft der Fantasie
  • Kneippsche Waschungen und Wickel
  • Streichungen aus der Naturheilkunde
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Seelsorge

Zusammen mit dem gesamten Team sind auch wir für Sie als Ansprechpartner/Ansprechpartnerin da - unabhängig von Ihren religiösen Bezügen und Einstellungen. Unser Besuch kann auf ganz verschiedene Weise geschehen, richtet sich aber immer nach dem, was Sie sich wünschen und brauchen.

So hören wir Ihnen gerne zu und gehen auf das ein, was Sie bewegt. Wir sind da, wenn Sie im Gespräch mit Gott Ihr Leben anschauen wollen und teilen mit Ihnen Gebet und Segen. Manchmal fehlen Worte und Stille kehrt ein. Auch dann wollen wir an Ihrer Seite sein, wenn Sie es möchten. Natürlich kommen wir auf Wunsch auch zur Krankensalbung oder Kommunion und holen Sie zu unseren Gottesdiensten ab, wenn Ihnen das möglich ist. Im Rahmen der Trauerbegleitung laden wir drei Mal im Jahr zu einem Gedenkgottesdienst ein.

"Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag."
- Dietrich Bonhoeffer -

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Soziale Beratung

Der Sozialdienst ergänzt die ärztliche und pflegerische Versorgung und unterstützt Sie bei der Vorbereitung Ihrer Krankenhausentlassung. Hierzu erfolgt ein Beratungsgespräch, in dem mit Ihnen und Ihren Angehörigen praktische Lösungen gesucht und ein nahtloser Übergang in die nachstationäre Lebensphase eingeleitet wird.
An dieser Schnittstelle wird das individuelle soziale Hilfsnetz mit dem institutionalisierten Angebot verknüpft.
Im Einzelnen bieten wir Beratung und Vermittlung bei:

  • Fragen zur häuslichen Versorgung
  • Senioren- und Pflegeheimanmeldungen
  • Fragen zum Betreuungsrecht
  • Fragen bei sozialen Schwierigkeiten und Krisen
  • Einleitung von Rehabilitationsmaßnahmen
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Wenn Sie spenden möchten...

Mit Ihren Spenden finanzieren wir z. B.  die wohnliche Ausstattung der Patientenzimmer zusätzliche medizinische Hilfsmittel, die über die normale Ausstattung einer Krankenhausstation hinausgehen, die Ausstattung und Unterhaltung unserer großen Sonnenterrasse.

SPENDENKONTO
Sparkasse Rosenheim-Bad Aibling
IBAN: DE53 7115 0000 0000 0000 26
BIC: BYLADEM1ROS
Bitte geben Sie als Verwendungszweck „Spende Palliativstation“ an.
Wir danken für Ihre Hilfe, mit der Sie unsere Arbeit unterstützen. Eine Spendenquittung stellen wir gerne aus.

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Ehrenamtliche Mitarbeiter

Unser Team findet unter anderem Unterstützung durch einen Besuchsdienst, freiwillige Helfer und eine Fußreflexzonentherapeutin.

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Leitung
Dr. med. Michael Schnitzenbaumer
Kontakt
Kontakt
Palliativmedizin

Oberarzt, Facharzt für Anästhesie, spezielle Schmerztherapie, Palliativmedizin, Ethikberater im Gesundheitswesen

Dr. med. Renate Beer
Funktionsoberärztin

Fachärztin für Innere Medizin, Palliativmedizin

Heike Rühs
Funktionsoberärztin

Fachärztin für Anästhesie, Palliativmedizin in Weiterbildung

Maria White
Stationsleitung

Fachkraft für Innere Medizin und Intensivmedizin, Fachkraft für Palliative Care

Heidemarie Bormann
Stv. Stationsleitung

Fachkraft für Anästhesie und Intensivmedizin, Fachkraft für Palliative Care, Pain Nurse

Lydia Loer

Physiotherapeutin

Julia Junge

Physiotherapeutin

Sibylle Stier

Musiktherapeutin

Renate Döbrich

Fachreferentin für Gesundheits- und Motivationstraining, Yoga, Gruppenleiterin in der Schmerztagesklinik, Hypnotherapie, Systemische Arbeit, Yogalehrerin / Mind Body Medicine

Thorsten Stark

Heilpraktiker für TCM, Fachkraft für Palliative Care

Christiane von Canal

Kunsttherapeutin (BVAKT), Psychoonkologin (DKG), Yogalehrerin (BYV)

Andreas Fuchs
Pfarrer

Evangelische Seelsorge

Petra Fußberger-Diehl
Pastoralreferentin

Katholische Seelsorge

Bernadette Brem
Sozialdienst

Dipl.-Sozialpädagogin (FH)

Unser Team der Palliativmedizin
Unser Team der Palliativmedizin

Die RoMed Kliniken bieten in verschiedenen Abteilungen das Praktische Jahr für Medizinstudenten an.

Aufgrund der vielfältigen Weiterbildungsbefugnisse der RoMed-Ärzte sind verschiedenste Facharztweiterbildungen und Spezialisierungen möglich.



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