Deshalb muss bei jeglichem Verdacht eine entsprechende Ultraschall-, CT- oder MRT -Untersuchung erfolgen, um ein Aneurysma auszuschließen, bzw. zu diagnostizieren. Abhängig von der Größe und Morphologie besteht dann etwa ab einem Querdurchmesser von 6 cm eine klare Indikation zur Therapie.
Ähnlich wie bei den Aortenaneurysmen des Bauches kann man auch hier eine offene Operation, oder aber eine Stentprothesenversorgung durchführen. Im Gegensatz zur Therapie des Bauchaortenaneurysmas aber ist die offene Operation ein sehr belastender, tendenziell komplikationsreicher Eingriff. Deshalb wird eindeutig der Stentprothesenimplantation der Vorzug gegeben.
Diese erfordert aufgrund der komplexeren Anatomie (Abgang von Seitenästen aus der Hauptschlagader zur Versorgung der Nieren, der Eingeweide, des Rückenmarks) speziell ausgemessene, individuell konfigurierte, d.h. für den einzelnen Patienten zugeschnittene Prothesen. Deren Anfertigung kann bis zu 3 Monaten dauern. Es handelt sich um sogenannte fenestrierte oder gebranchte Prothesen, die die Versorgung der Eingeweidearterien über separate Seitenäste der Prothese erlauben.
Auch die Implantation selbst, die über die Leistenschlagadern und auch über eine Armschlagader erfolgt, ist deutlich aufwändiger, als die Implantation einer Standardprothese unterhalb der Nierenarterien. Somit braucht es entsprechende Erfahrung des Operateurs, der Anästhesisten und des Teams, um einen unkomplizierten Verlauf zu gewährleisten.
Regelmäßige Nachkontrollen, in diesem Fall mittels CT sind unabdingbar für einen guten Langzeitverlauf.