Aufgrund unserer leistungsstarken und großen pneumologischen Klinik verfügen wir über eine hohe Erfahrung und Expertise in der Behandlung dieser Erkrankungen sowie auch über eine umfassende technisch-apparative Ausstattung einschließlich aller diagnostischer und therapeutischer Verfahren. Es besteht darüber hinaus eine enge Kooperation mit dem Department für Thoraxchirurgie. Innerhalb des
Onkologischen Zentrums besteht zudem eine enge Verzahnung mit allen weiteren zur Diagnostik und Therapie wichtigen Fachdisziplinen, v.a. die Strahlentherapie, Nuklearmedizin, Hämatologie und Onkologie und Palliativmedizin.
DiagnostikDie Diagnostik dieser Erkrankungen (z. B. Abklärung von Rundherden) erfolgt in der Regel im Rahmen eines kurzen stationären Aufenthaltes. Dabei können auch differenzierte endoskopische Techniken einschließlich starrer Bronchoskopie (Lungenspiegelung), Zangen- und Kryobiopsie sowie endobronchialer Ultraschall (EBUS) und die sogenannte Minisonde zum Einsatz kommen.
TherapieverfahrenDie Festlegung des weiteren Vorgehens erfolgt nach der feingeweblichen Art des Tumors (Histologie), einschließlich der Molekularpathologie als auch der Tumorausdehnung (Staging) und dem funktionellen Zustand (z. B. Lungenfunktion, Vorerkrankungen).
Im Rahmen unserer interdisziplinären Tumorkonferenz, in der jeder Patient vorgestellt wird, empfehlen wir in Zusammenarbeit mit den Onkologen, den Strahlentherapeuten und den Thoraxchirurgen sowie der Palliativmedizin eine für jeden Patienten maßgeschneiderte Therapie (Individualisierung). Dabei werden neben allen operativen oder Bestrahlungstechniken sämtliche moderne medikamentöse Therapieregime, einschließlich der Immuntherapie oder der sogenannten zielgerichteten Therapie nach ausführlicher molekularpathologischer Diagnostik berücksichtigt.
Das Ziel einer jeglichen Therapie ist es bei guter Verträglichkeit ein optimales Ergebnis zu erzielen. Wir bemühen uns auch im Rahmen von Studien und/oder Anwendungsbeobachtungen innovative noch nicht zugelassene Therapien zur Anwendung zu bringen.
Falls erforderlich können wir im Rahmen der Erstdiagnostik oder im weiteren Verlauf interventionelle Maßnahmen, hierzu zählen z. B. die Rekanalisation von verschlossenen Atemwegen, falls nötig auch mit Stentimplantation, Maßnahmen zur Blutungsstillung mittels Argonbeamer und Pleurodesen (Verklebung des Rippenfelles bei malignen Pleuraergüssen) durchführen.
Die systemischen Therapien (Chemotherapie, Immuntherapie, personalisierte Therapie) werden in unserer
Onkologischen Tagesklinik, soweit es der Allgemeinzustand des Patienten erlaubt, ambulant durchgeführt. Hier führen wir auch die Kontrolluntersuchungen im Rahmen der strukturierten Nachsorge durch.
Ergänzend stellen wir auf Wunsch den Kontakt zu unseren Psychoonkologen und den Palliativmedizinern im Haus her. Auf Nachfrage können sich Betroffene zur Einholung einer Zweitmeinung bei uns vorstellen.