Erste MTR-Generation: Vier Staatspreise, starke Jahrgangsleistung und klare Perspektiven
Sie sind die Ersten ihrer Art – und sie liefern ab. In der RoMed-MTR-Schule haben neun künftige Medizinische Technologinnen und Technologen für Radiologie (MTR) ihre Abschlussprüfungen bestanden. Es ist der erste Jahrgang der Schule, der vollständig nach dem neuen MTR-Gesetz ausgebildet wurde. Die Bilanz: vier Staatspreise mit hervorragenden Noten.
Ein Abschluss mit Signalwirkung
Mit diesem Abschluss beginnt in Rosenheim ein neues Kapitel der Radiologie. Erstmals tragen die Fachkräfte die Berufsbezeichnung MTR und lösen die frühere Bezeichnung MTRA ab. Der Jahrgang ist vielfältig aufgestellt. Acht Absolventinnen und ein Absolvent feiern ihren Erfolg. Die Jüngste ist 19 Jahre alt, der Älteste 34. Dabei reichten die Vorerfahrungen von zwei Medizinischen Fachangestellten über ein Bachelorstudium der Gesundheitswissenschaften bis zu einer Medienfachfrau und einem Rettungssanitäter. Diese Mischung hat die Ausbildung spürbar bereichert – fachlich, praktisch, menschlich.
Spitzenleistungen: Vier Staatspreise
Die besten Ergebnisse setzen Maßstäbe. Jahrgangsbeste ist Teresa Ponath mit einem Notendurchschnitt von 1,10. Ebenfalls mit Staatspreis ausgezeichnet werden Sophie Mummert, Manuel Schartner und Michelle Nemeth. Besonders bemerkenswert: Manuel Schartner erhält bereits zum zweiten Mal einen Staatspreis. Schon seine Ausbildung zum Medizinischen Fachangestellten schloss er staatspreisgekrönt ab.
„Der Weg dieser Klasse war bemerkenswert. Unterschiedliche Charaktere, klare Standpunkte, und lebhafte Diskussionen prägten den Start. Daraus entwickelte sich im Verlauf der Ausbildung eine sehr harmonische Gemeinschaft. Ein echtes Team, das sich gegenseitig unterstützt und miteinander gewachsen ist,“ sagt Klassenleiterin Lisa Eberharter.
Lernen über den Tellerrand
Praxisnähe und Neugier gingen Hand in Hand. Im ersten Ausbildungsjahr besuchte die Klasse die Ausstellung „Körperwelten“ in Stuttgart und ließ den Tag auf dem Weihnachtsmarkt ausklingen. Im zweiten Jahr stand mit dem „Lebkuchenkongress“ in Nürnberg der erste berufsspezifische Fachkongress auf dem Programm. Die Abschlussfahrt führte im April 2025 nach Hamburg. Eine Stadtrallye mit Teamaufgaben erinnerte an die ersten gemeinsamen Herausforderungen der Ausbildung; der Fachbesuch bei Philips mit Vorträgen und der Führung durch die Glasbläserei der Röntgenröhren vermittelte besondere Einblicke. Ein Besuch im Medizinhistorischen Museum und ein gemeinsamer Abend rundeten die Reise stimmig ab.
„Dieser Abschluss markiert den Start einer neuen Radiologie-Generation. Unsere MTR bringen modernstes Know-how in Diagnostik und Therapie mit klarem Fokus auf Patientensicherheit. Wir sind stolz auf jeden einzelnen Abschluss – und besonders auf die vier Staatspreisträger, die herausragende individuelle Leistung sichtbar machen“, sagt Schulleiterin Silke Kainzmaier und ergänzt: „Die Absolventinnen und Absolventen starten in einen gefragten Beruf: MTR sind in Kliniken wie in Praxen hoch willkommen, ihre Kompetenzen eröffnen vielfältige Einsatzgebiete.“
