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Chronische Schmerzen: Wege zurück zu mehr Lebensqualität

Bewegungstraining als Baustein der multimodalen Schmerztherapie
Bewegungstraining als Baustein der multimodalen Schmerztherapie
Christoph Burkl, Ärztlicher Leiter der Schmerzmedizin und konservativen Orthopädie
Christoph Burkl, Ärztlicher Leiter der Schmerzmedizin und konservativen Orthopädie

Rund ein Viertel der Erwachsenen in Deutschland leidet an chronischen Schmerzen. Multimodale Therapieansätze kombinieren Bewegung, Beratung und Schmerzmanagement, um die Lebensqualität Betroffener zu verbessern.

Zahlen & Fakten

Chronische Schmerzen sind weit verbreitet: Etwa 10 bis 20 Prozent der Erwachsenen in Deutschland sind betroffen, manche Erhebungen gehen sogar von bis zu einem Drittel aus, wenn die Dauer von mehr als drei Monaten berücksichtigt wird. Viele Betroffene warten lange auf eine wirksame Behandlung – mehr als die Hälfte länger als zwei Jahre. Neben körperlichen Einschränkungen berichten rund 50 Prozent über Auswirkungen auf Arbeit und Alltag.

Chronische Schmerzen als eigenständiges Krankheitsbild

Halten Beschwerden wie Rücken-, Gelenk- oder Nackenschmerzen länger als drei Monate an, werden sie als chronische Schmerzen bezeichnet. Häufig entwickelt sich ein sogenanntes „Schmerzgedächtnis“: Das Nervensystem empfängt weiterhin Schmerzsignale, obwohl die ursprüngliche Ursache abgeklungen ist. „Viele Patientinnen und Patienten sind bereits länger in Behandlung, wenn sie zu uns kommen“, sagt Christoph Burkl, ärztlicher Leiter der Abteilung für Schmerzmedizin und konservative Orthopädie an der RoMed Klinik Prien am Chiemsee. „Die Schmerzen bestehen weiterhin, und unser Ziel ist es, ihnen mit einer individuell angepassten Therapie neue Perspektiven zu eröffnen.“

Multimodale Therapie statt Einzellösung

Die Behandlung chronischer Schmerzen erfolgt häufig multimodal, also in Kombination verschiedener Ansätze. In Prien umfasst dies ärztliche Schmerztherapie, Physiotherapie, Bewegungstraining, Yoga- und Kunsttherapie, psychologische Begleitung sowie Entspannungsverfahren. „Schmerz ist selten nur ein rein körperliches Problem“, erklärt Burkl. „Stress, Ängste oder Schonhaltungen können die Beschwerden verstärken. Deshalb reicht es meist nicht, allein Medikamente einzusetzen.“ Ziel ist nicht nur die Reduktion der Schmerzintensität, sondern eine spürbare Verbesserung der Vitalität und Funktionsfähigkeit.

Stationäre Therapie und konservative Orthopädie

Eine stationäre Behandlung kommt vor allem dann infrage, wenn ambulante Maßnahmen ausgeschöpft sind oder zusätzliche psychische Belastungen bestehen. Sie ermöglicht eine enge Verzahnung aller Therapiebausteine und unmittelbare Anpassung an Veränderungen.

Ein Schwerpunkt liegt auf konservativen orthopädischen Verfahren – also Behandlungen ohne Operation. „Eine Operation ist manchmal sinnvoll, aber nicht automatisch die beste Lösung“, erläutert der Schmerzmediziner. „Oft lassen sich Beschwerden durch gezielte Bewegung, Veränderung von Bewegungsmustern, Muskelaufbau und ein besseres Verständnis für die eigenen Belastungsgrenzen deutlich verbessern.“

Psychologische Begleitung

„Chronische Schmerzen sind keine Einbildung“, betont der ärztliche Leiter: „Unser Gehirn spielt eine zentrale Rolle bei der Verarbeitung von Schmerz. Wer lernt, anders damit umzugehen, kann die Intensität und das Leiden spürbar verringern.“ Die Kombination aus körperlicher und psychologischer Behandlung kann langfristig das Wohlbefinden steigern.

Frühzeitiges Eingreifen

Je früher eine Chronifizierung erkannt wird, desto größer sind die Chancen, das Schmerzgedächtnis zu beeinflussen. Hausärztinnen und Hausärzte sind meist die erste Anlaufstelle und können einschätzen, wann spezialisierte Therapie sinnvoll ist. „Unser Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Menschen trotz Schmerzen wieder mehr Lebensfreude spüren können“, so Burkl.

Informationsveranstaltung am 24. April 2026

Unter dem Motto „Erfolgreiche Schmerztherapie erleben“ laden Christoph Burkl und sein Team der Schmerztherapie am 24. April 2026 von 15:00 bis 17:00 Uhr in die RoMed Klinik Prien, Harrasser Straße 61–63, ein.

Der Nachmittag bietet ein vielseitiges Programm mit Informations- und Mitmachangeboten aus verschiedenen Fachbereichen:

  • Physiotherapie: aktive Übungen und Bewegung mit dem Pezziball gegen den Schmerz
  • Psychotherapie: Achtsamkeit und Entspannung, neue Impulse zum Umgang mit Schmerz
  • Aromatherapie: wie Düfte unterstützen können
  • Vorstellung des Behandlungskonzepts vom Ärztlichen Leiter der Schmerztherapie, Christoph Burkl

Die Veranstaltung möchte Betroffene ermutigen, neue Wege im Umgang mit chronischen Schmerzen zu entdecken. Dabei werden moderne Therapieansätze erklärt, praxisnahe Alltagsstrategien vorgestellt und konkrete Möglichkeiten aufgezeigt, den eigenen Alltag bewusster und selbstbestimmter zu gestalten.

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23.03.2026
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