Herausragende Zertifizierung als Kompetenzzentrum für Magen- und Speiseröhrenchirurgie
Als erstes deutsches nichtuniversitäres Krankenhaus und als sechste Klinik bundesweit ist das RoMed Klinikum Rosenheim als Kompetenzzentrum für Chirurgie des Magens und der Speiseröhre durch die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (dgav) ausgezeichnet worden. Für Patientinnen und Patienten mit einer Krebserkrankung, Reflux (Sodbrennen) oder Zwerchfellbrüchen bedeutet das: gebündelte Expertise, verbindliche Qualitätsstandards und kurze Wege – in einer der wenigen entsprechend zertifizierten Einrichtungen in Deutschland.
„Die Zertifizierung, die bisher nur Universitätskliniken erhalten haben, ist mehr als ein Schild an der Tür. Sie ist das Ergebnis intensiver, teamübergreifender Arbeit – insbesondere mit den internistischen Kollegen – und sie verpflichtet uns, Ergebnisse fortlaufend zu messen, Prozesse transparent zu halten und besser zu werden“, sagt Prof. Dr. Kai Nowak, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Gefäß- und Thoraxchirurgie am RoMed Klinikum Rosenheim. „Gerade bei komplexen Eingriffen an Magen und Speiseröhre zählen Erfahrung, Routine und eingespielte Abläufe“, fügt Prof. Dr. Katja Ott, Leiterin Oberer Gastrointestinaltrakt der Klinik, hinzu.
Die Behandlung am Zentrum ist interdisziplinär organisiert: Von der Diagnostik über die onkologische Therapieplanung im Tumorboard bis zur Operation und Nachsorge greifen die Fachgebiete ineinander – inklusive Ernährungsmedizin, Psychoonkologie und spezialisierter Pflege. Eingriffe erfolgen zu über 70 Prozent minimalinvasiv; die robotisch-assistierte Chirurgie ist am Standort etabliert. „Unser Anspruch lautet: so schonend wie möglich, so radikal wie nötig“, sagt Prof. Dr. Ott.
Robotik als fester Baustein
Das RoMed Klinikum Rosenheim setzt bei geeigneten Indikationen zunehmend auf robotisch‑assistierte Verfahren, etwa mithilfe des Da Vinci‑Systems. Die Robotik erweitert die minimalinvasiven Möglichkeiten – etwa bei der Refluxerkrankung und anderen Eingriffen an Magen und Speiseröhre. Für die Patientinnen und Patienten bedeutet das weniger Schmerzen, schnellere Mobilisation und eine zügigere Rückkehr in den Alltag. „Die Technik ersetzt nicht die Chirurgin oder den Chirurgen, sie erweitert Präzision und Ergonomie“, betont Prof. Dr. Nowak. „Entscheidend bleibt die richtige Indikationsstellung und ein Team, das den gesamten perioperativen Prozess beherrscht.“
Was steht hinter der Zertifizierung?
Prof. Dr. Ott erklärt: „Zertifizierte Kompetenzzentren für den oberen Gastrointestinaltrakt bündeln hohe Fallzahlen, definierte Strukturen und dokumentierte Ergebnisqualität sowie die Teilnahme an multizentrischen Studien.“ Die regelmäßigen Audits prüfen: standardisierte Diagnostik- und leitlinienbasierte Behandlungspfade, Qualifikation und Verfügbarkeit des interdisziplinären Teams, Ergebnisindikatoren wie Komplikations- und Wiederaufnahmeraten sowie onkologische Qualitätskriterien, transparente Patienteninformation, Zweitmeinungsangebote und strukturierte Nachsorge.
Was bedeutet das für die Region?
Die hohe und seltene Auszeichnung belegt die Expertise der Klinik. Die personelle Konstellation am Standort Rosenheim ist mit zwei ausgewiesen erfahrenen Chirurgen – Prof. Dr. Katja Ott und Prof. Dr. Kai Nowak sowie dem für Endoskopie und endoskopische Resektionstechniken ausgezeichneten Prof. Dr. Stefan von Delius, Chefarzt der Medizinischen Klinik 2, überregional einzigartig. So wird jeder Patient von einem spezialisierten Behandler gesehen und der optimalen Therapie zugeführt. Neben dem im Onkologischen Zentrum spezialisierten etablierten Tumorboard besteht nun auch ein interdisziplinäres Board für Refluxerkrankungen. Mit der Zertifizierung stärkt das RoMed Klinikum Rosenheim die Versorgung im südostbayerischen Raum. „Uns ist wichtig, dass Menschen aus der Region für hochspezialisierte Medizin nicht zwingend weite Wege auf sich nehmen müssen“, so Prof. Dr. von Delius.
Wie ist der typische Behandlungsweg?
Vom Erstkontakt über das Tumorboard bis zur Nachsorge stellen sich die Patienten in der jeweiligen spezialisierten Sprechstunde vor. Die Terminvereinbarung erfolgt unter 08301-3653201.