Klinikum Rosenheim

Elektrophysiologie

Durch moderne Untersuchungsverfahren – von EKG bis zu Kathetertechniken – können Herzrhythmusstörungen zuverlässig erkannt und gezielt behandelt werden, etwa medikamentös oder durch eine Katheterablation.
So wird eine Herzrhythmusstörung gezielt und schonend behandelt

Katheterablation: Ablauf und Behandlung im Überblick

Eine Katheterablation ist ein etabliertes Verfahren der modernen Elektrophysiologie zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Dabei werden gezielt die Bereiche im Herzen behandelt, die fehlerhafte elektrische Signale verursachen. Der Eingriff gilt als schonend, erfolgt minimalinvasiv und ist für viele Patientinnen und Patienten eine wirksame Therapieoption.

Ablauf der Katheterablation

Vorbereitung
Der Eingriff erfolgt in der Regel unter Analgosedierung (Schlafnarkose). Ziel ist es, dass Sie während der gesamten Behandlung entspannt sind und keine Schmerzen verspüren. Zusätzlich wird die Punktionsstelle – meist in der Leiste – örtlich betäubt. Vor Beginn und während der gesamten Untersuchung werden kontinuierlich Herzrhythmus, Blutdruck und Sauerstoffsättigung überwacht.

Durchführung
Über ein Blutgefäß in der Leiste wird ein dünner, flexibler Katheter eingeführt und unter bildgebender Kontrolle bis zum Herzen vorgeschoben. Dort erfolgt eine elektrophysiologische Untersuchung (EPU): Die Ärztinnen und Ärzte messen und analysieren die elektrischen Signale im Herzgewebe, um die Ursache der Rhythmusstörung exakt zu lokalisieren.

Sobald die verantwortlichen Areale identifiziert sind, werden sie gezielt behandelt (abladiert). Dies geschieht entweder durch:

  • Radiofrequenzablation (Erwärmung des Gewebes) oder Kryoablation (Vereisung des Gewebes)
  • Elektroporation (Pulsed Field Ablation)

Ziel ist es, die fehlerhaften elektrischen Leitungsbahnen dauerhaft zu unterbrechen, ohne umliegendes gesundes Gewebe wesentlich zu beeinträchtigen.

Dauer
Die Dauer des Eingriffs hängt von der Art und Komplexität der Herzrhythmusstörung ab. In den meisten Fällen liegt sie zwischen etwa 1 und 3 Stunden.

Was spürt man während der Behandlung?
Bei tiefer Analgosedierung nehmen die Patientinnen und Patienten den Eingriff nicht wahr. Unter leichter Sedierung ist ein leichtes Druck- oder Wärmegefühl im Bereich der Leiste oder kurzzeitig im Brustbereich möglich. Schmerzen treten in der Regel nicht oder nur minimal auf.

Nach der Katheterablation
Nach dem Eingriff erfolgt eine Überwachung im Krankenhaus, meist über 1 bis 2 Tage. Die Punktionsstelle muss zunächst ruhiggestellt werden, um Nachblutungen zu vermeiden.

In den ersten Tagen wird körperliche Schonung empfohlen. Schwere körperliche Belastungen sollten vorübergehend vermieden werden. Die Rückkehr in den Alltag erfolgt schrittweise, abhängig vom individuellen Befinden und dem Verlauf.

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