Der Aufsichtsrat der RoMed Kliniken hat mit einem Grundsatzbeschluss den Weg dafür freigemacht, die Häuser in Rosenheim und Bad Aibling in einem gemeinsamen Klinikum
zusammenzuführen, das als Neubau entstehen soll. Alle Leistungen beider Häuser sollen im Verbund erhalten bleiben. Prien und Wasserburg bleiben Notfallstandorte und Standorte für besondere Versorgungsaufgaben im Verbund. Über den Neubau entscheidet die Gesellschafterversammlung, Stadtrat und Kreistag werden dafür eingebunden. Zugleich hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung beauftragt, das Zielkonzept auszuarbeiten und mit dem Bayerischen Gesundheitsministerium abzustimmen sowie den Erwerb eines geeigneten Grundstücks und die Förderverhandlungen vorzubereiten.
Weil die Häuser in Rosenheim und Bad Aibling in wesentlichen Teilen aus den 1960er Jahren stammen und umfangreiche Investitionen bräuchten. Und weil sich die Krankenhauslandschaft grundlegend verändert: Reform, Ambulantisierung, Digitalisierung und Fachkräftemangel führen zu spezialisierten Zentren und einer wohnortnahen Grund- und
Basisversorgung in der Fläche. Ein neues Klinikum ist die Chance, die Versorgung von Grund auf darauf auszurichten.
Weil sich jetzt die Chance bietet, die Versorgung grundlegend neu aufzustellen. Die Krankenhausreform ist inzwischen so konkret, dass solche Entscheidungen auf sicherer Grundlage getroffen werden können, und die Leistungsgruppen sind RoMed weitgehend zugewiesen. Zugleich verschärft das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz seit wenigen Monaten die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Das erhöht die Dringlichkeit. Der Krankenhaus-Transformationsfonds fördert den Umbau der Krankenhausstrukturen bis 2035.
Damit die Förderung bestmöglich genutzt werden kann, muss die Planung bis Ende 2027 weit fortgeschritten sein. Zugleich lassen sich einzelne Gebäude in Rosenheim nur noch begrenzt sinnvoll nutzen. Abwarten würde die Lage nicht verbessern.
Weil eine Sanierung die Gebäude erneuert, aber nicht die Struktur. Zwei benachbarte Häuser, die beide vieles vorhalten, passen auch saniert nicht mehr zu einer Versorgung, die sich auf spezialisierte Zentren und eine wohnortnahe Basisversorgung ausrichtet. Ein Neubau ermöglicht es, von Grund auf neu zu planen, und ist zudem schneller und effizienter umzusetzen als zwei Sanierungen im laufenden Betrieb. In Rosenheim reicht das heutige Grundstück für ein modernes Klinikum ohnehin nicht aus und die Gebäudestruktur ist für moderne technische und organisatorische Krankenhausanforderungen nicht mehr geeignet.
Weil Patientinnen und Patienten davon profitieren. Wo Erfahrung, Teams und Technik zusammenkommen, steigt die Qualität. Viele Leistungen dürfen künftig nur Häuser erbringen, die bestimmte Fallzahlen, Personal und Ausstattung nachweisen. Gemeinsam erfüllen wir diese Anforderungen und setzen Fachkräfte dort ein, wo sie gebraucht werden, statt Strukturen doppelt vorzuhalten.
Mit der Medizinstrategie haben die RoMed Kliniken 2025 jedem Haus eine klare Rolle gegeben, Schwerpunkte gebildet und doppelte Angebote abgebaut. Patientinnen und Patienten werden gezielt dorthin gesteuert, wo die Expertise liegt.
Weil sie an die bestehenden Gebäude gebunden ist. Sie hat erreicht, was im Bestand möglich ist. Manche Angebote entstehen nur, wenn Fachgebiete an einem Ort zusammenarbeiten, etwa ein Gefäßzentrum, ein Kopf-Hals-Tumorzentrum oder eine Altersmedizin, die in alle Fachgebiete hineinwirkt.
Ein Schwerpunktversorger mit rund 750 Betten, geplant nach dem modernsten Stand von Medizin und Technik. Er versorgt Patientinnen und Patienten bei allen Arten und Schweregraden von Notfällen und Erkrankungen. Die Notaufnahme bietet die umfassende Notfallversorgung, die höchste Stufe nach den bundesweiten Vorgaben. Neu entstehen Angebote, die heute an der Aufteilung auf zwei Häuser scheitern, etwa ein Gefäßzentrum
der höchsten Versorgungsstufe, ein Kopf-Hals-Tumorzentrum und eine Altersmedizin als fester Bestandteil des Klinikums.
Eine leistungsfähige Notaufnahme, kurze Wege zwischen Notaufnahme, Diagnostik, OP und Intensivstation, spezialisierte Teams an einem Ort und überwiegend Ein- und Zwei-Bett- Zimmer. Wer schwer krank ist, findet die nötige Erfahrung und Technik direkt in der Region.
Das ist noch nicht entschieden. Für den Neubau wurden 18 Standortoptionen in Stadt und Landkreis systematisch bewertet, mehrere werden vertieft geprüft. Entscheidend sind eine gute Erreichbarkeit aus dem gesamten Stadt- und Landkreisgebiet und eine ausreichend große Fläche. Geprüft werden unter anderem Verkehrsanbindung, Versorgung mit Energie und Wasser sowie der Schutz vor Hochwasser und Starkregen.
Bis zur Inbetriebnahme vergehen mehrere Jahre. Vor dem Spatenstich sind umfangreiche Planungen, Genehmigungen und die Abstimmung mit den Förderbehörden nötig. Einen
belastbaren Zeitplan nennen wir, sobald diese Schritte weit genug sind. Option auf Nachfrage: Nach heutiger Planung soll das neue Klinikum Mitte der 2030er Jahre in Betrieb gehen. Wir treiben das Vorhaben mit Tempo voran.
Die Gesamtinvestition wird voraussichtlich im hohen dreistelligen Millionenbereich liegen. Nach derzeitiger Planung soll ein weit überwiegender Teil der förderfähigen Investitionen
über die Krankenhausförderung des Freistaats Bayern und den Krankenhaus-Transformationsfonds finanziert werden. Der Fonds unterstützt gezielt Vorhaben, die Versorgung bündeln, wie die Zusammenführung von Rosenheim und Bad Aibling. RoMed
befindet sich hierzu bereits im Austausch mit dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit, Pflege und Prävention. Den Eigenanteil tragen Stadt und Landkreis als Träger. Die Aufteilung beraten die zuständigen Gremien.
Das Krankenhaus für Bad Aibling ist künftig das neue Klinikum, mit einer umfassenden Versorgung, wie es sie dort bisher nicht gab. Die heutigen Gebäude und das Gelände
werden weiterentwickelt, Bad Aibling bleibt Gesundheitsstandort. Geplant sind ein Ärztehaus mit haus- und fachärztlichen Praxen, eine ambulante operative Tagesklinik und Kurzzeitpflege in Teilen der heutigen Gebäude. Auf dem Gelände sind zudem weitere, vorrangig medizinische Nutzungen möglich. Die stationären Leistungen ziehen mit Inbetriebnahme in das neue Klinikum um und bleiben dort vollständig erhalten. Bis dahin arbeitet die Klinik wie gewohnt. Die Nachnutzung entwickeln wir gemeinsam mit der Stadt Bad Aibling.
Das Klinikum Rosenheim arbeitet bis zum Umzug uneingeschränkt weiter und wird dafür weiter instand gehalten. Die künftige Nutzung des Geländes wird gemeinsam mit der Stadt entwickelt.
Nein. Durch die Zusammenführung geht kein Arbeitsplatz verloren. Wir brauchen jede Fachkraft, heute und in Zukunft. Das Gesundheitswesen hat keinen Überschuss an Personal, sondern einen Mangel. Was sich verändert, ist die Art, wie wir arbeiten: mehr ambulant, stärker digital, enger vernetzt. Diese Veränderungen gestalten wir gemeinsam mit den Mitarbeitenden und dem Betriebsrat. Der Erhalt der Arbeitsplätze im Gesundheitswesen gehört ausdrücklich zu den Zielen, die Träger und Klinik mit dem Vorhaben verfolgen.
Betriebsbedingte Kündigungen im Zusammenhang mit der Zusammenführung sind nicht vorgesehen.
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Intensivstation:
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Klinik Prien am Chiemsee
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Klinikum Rosenheim
Mo.-So. 10-18 Uhr
Klinik Wasserburg am Inn
Mo.-So. 09-19 Uhr
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Die Einfahrt erfolgt über die Pettenkofer Straße.
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