
Bei Bedarf stehen uns neben Basismassnahmen wie Messung der Sauerstoffsättigung, EKG, Blutdruckmessung zur Verfügung:
- Die rasche Erhebung von Laborwerten am Krankenbett
- Kontinuierliche Blutdruckmessung in der Arterie
- Bestimmung von Herzleistung und weiterer Kreislaufgrößen (PiCCO®, Pulmonaliskatheter)
- Ultraschalldiagnostik (Herz, Lunge, Bauchorgane) und ultraschallgesteuerte Interventionen
- Überwachung von Hirndruck und Hirndurchblutung (EVD und Parenchymsonden)
- Alle Formen der künstlichen Beatmung inkl. Gabe von NO
- Mechanische Atemunterstützung und High-Flow-Sauerstoffgabe
- Spiegelung der Atemwege zu Diagnostik und Therapie (Bronchoskopie)
- Durchführung von Luftröhrenschnitten in schonender Technik (perkutane Dilatationstracheotomien)
- Blutwäsche bei Versagen der Nieren (CVVHDF mit Citratantikoagulation, Genius-SLED)
Kürzest mögliche Beatmung
Die künstliche Beatmung ist nur eine überbrückende Maßnahme. Sie wird deshalb so kurz wie möglich eingesetzt.
Minimal invasive Beatmung
Nach Möglichkeit wird auf einen Beatmungsschlauch (Tubus, Trachealkanüle) verzichtet und über eine Gesichts- oder Nasenmaske beatmet. Dies reduziert Nebenwirkungen.
Der unkritische Einsatz von Antibiotika führt zu immer widerstandsfähigeren („resistenten") Keimen. Diese Zunahme droht zu einem großen Problem für die Intensivmedizin zu werden. Die Behandlung mit Antibiotika wird nach modernsten Erkenntnissen so kurz, aber so wirksam wie möglich durchgeführt. Hierzu finden unter anderem mindestens wöchentliche Besprechungen mit dem Antibiotic-Stewardship Team des Klinikums statt. Auch stehen Wirkspiegelbestimmungen zur Verfügung um individualisiere Dosierungen zu ermöglichen.
Rationaler Einsatz von Fremdblutprodukten
Transfusionen von Blut und Blutprodukten sind bekanntlich nicht völlig risikolos. Wir übertragen Fremdblutprodukte nur äußerst zurückhaltend.
Störungen der Blutgerinnung
Störungen der Blutgerinnung haben sich zu einem Interessenschwerpunkt unserer Intensivstation entwickelt. Es wird ein spezielles Analysegerät (ROTEM®) direkt auf unserer Station, sowie alle notwendigen Gerinnungsprodukte vorgehalten.
Dem Klinikum wird eine große Zahl von Risikogeburten zugewiesen. Die Behandlung schwerer geburtshilflicher Komplikationen (Gestose, Präeklampsie, HELLP-Syndrom) hat sich zu einem Erfahrungs- und Interessensschwerpunkt unserer Intensivstation entwickelt.

