Unfallchirurgie und Orthopädie

Als regionales Trauma- und Endoprothetikzentrum und Zentrum für Hand- und Fußchirurgie bilden wir mit unseren Spezialisten ein umfassendes Spektrum der muskoloskellettalen Chirurgie bei akuten Verletzungen und chronischen Veränderungen für Kinder und Erwachsene ab. Die Wirbelsäulen- und Beckenchirurgie spielt dabei eine wesentliche Rolle in unserer Klinik.

Durch die Nutzung von modernsten und minimal-invasiven Operationsmethoden erreichen wir Behandlungsergebnisse, die vor wenigen Jahren noch nicht denkbar waren. Frühe Mobilisationskonzepte auch bei betagten Patienten und der weitest gehende Verzicht auf Ruhigstellungen führen zu rascher Mobilität. 

Wir definieren uns durch das erreichte Behandlungsergebnis und die Zufriedenheit unserer Patienten, auch wenn der medizinische Fortschritt und die Innovationen für uns eine wesentliche Rolle spielen. Ein patientenindividuelles und abgestimmtes Vorgehen ist für uns daher unerlässlich. Wir wollen, dass Sie sich auch nach einem schweren Unfall oder bei einem chronischen Leiden sicher fühlen. 

Wir übernehmen diese Verantwortung für die Stadt, den Landkreis und die Region. Wir sind für Sie da – 24h am Tag, 365 Tage im Jahr.

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Im Notfall für Sie da - rund um die Uhr.

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Chefarzt
Prof. Dr. med. Christian Zeckey, MHBA
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Unfallchirurgie und Orthopädie

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, spezielle Unfallchirurgie 

Privatsprechstunde Unfallchirurgie und Orthopädie

Chefarzt Prof. Dr. med. Christian Zeckey

Termin nach Vereinbarung
Tel +49 8031 365 33 51

Mo 13.30 - 17.00 Uhr
Do 13.30 - 16.30 Uhr

BG-Sprechstunde

Chefarzt Prof. Dr. med. Christian Zeckey

Termin nach Vereinbarung
Tel +49 8031 365 33 51

Mo - Fr 08.00 - 12.00 Uhr

Wirbelsäulenchirurgie

Bei allen Wirbelsäulenproblemen bieten wir unseren Patienten ein umfassendes ganzheitlich ausgerichtetes konservatives und operatives Therapiekonzept an. 

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Becken, Acetabulum, Endoprothetik

Frakturen des Beckenringes oder der Hüftpfanne entstehen durch Verletzungen mit hoher und niedriger Energie, wobei erstere vor allem in der Schwerstverletzenversorgung zu verorten sind, betrifft die zweite Gruppe überwiegend Patienten mit osteoporotisch verändertem Knochengerüst. Durch die grundsätzlich unterschiedlichen Entitäten, ist ein individuell abgestimmtes Therapiekonzept notwendig.

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Polytrauma

Das Polytrauma beschreibt einen „mehrfach lebensgefährlich Verletzten". Um das Überleben Schwerstverletzter zu ermöglichen, bedarf es den optimalen Ablauf der Versorgung von der Unfallstelle bis zur Rehabilitation durch alle beteiligten Fachrichtungen.

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Beinlängendifferenzen, Knochendefekt, Deformitäten

Beinlängendifferenzen werden soweit wie möglich konservativ behandelt. Ab einem kritischen Maß ist jedoch die konservative Behandlung ausgeschöpft. In Fällen, bei denen die konservative Therapie keine Aussicht auf Erfolg hat, werden dann nach ausführlicher Diagnostik und Befundbesprechung operative Methoden in Betracht gezogen.

In unserer Klinik setzen wir hierbei nach digitaler Analyse die derzeit modernste Implantattechnologie ein. Neben den bekannten externen Fixateursystemen (u.a. Ilizarov-Fixateur, Hexapod, Monorail), kommen hierbei ebenso interne Verfahren durch Platten (z.B. Masquelet-Verfahren) oder durch einen voll implantierbare Verlängerungsmarknagel zur Anwendung. Dies gilt für den Segmenttransport bei Knochendefekt und bei angeborenen oder erworbenen Beinlängendifferenzen (Beinlängenunterschied).

Für den Patienten bedeutet dieses innovative Verfahren ein besonders schonendes und minimal-invasives Vorgehen. Nach der Operation kann die Verlängerung durch einen externen Magneten meist zweimal täglich selbstständig im häuslichen Umfeld durchgeführt werden. Der Therapieerfolg wird durch die engmaschige Betreuung gewährleistet.

Bestehende knöcherne Deformitäten werden zunächst 3-Dimensional analysiert und hiernach ein patientenspezifisches Therapiekonzept erstellt. Die operative Therapie von knöchernen Fehlstellungen reicht hierbei von mono- bis zu muliplanaren Osteotomien (z.B. HTO oder valgisierende Umstellung des proximalen Femurs) mit und ohne Längenkorrektur. Ein besonderer Schwerpunkt liegt hierbei in der Korrektur von posttraumatischen Fehlstellungen, diese umfassen ebenso Torsionsfehlstellungen.

Nicht oder unzureichend verheilte Knochenbrüche (Pseudarthrosen) werden nach den aktuellen internationalen Empfehlungen in unserer Klinik meist operativ behandelt. Der Behandlung ist dabei ein meist mehrstufiges Vorgehen.

Durch nationale und internationale Vernetzungen können wir auch bei Grenzfällen das optimale Therapiekonzept einleiten und somit für die betroffenen Patienten das beste Behandlungsergebnis erzielen.

Ansprechpartner:
Prof. Dr. Christian Zeckey, MHBA

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Sportorthopädie und Arthroskopie

Ein großer Teil unserer Patienten kommt zu uns mit „sportorthopädischen“ Fragestellungen. Im Bereich des Kniegelenkes: Bandinstabilitäten inkl. Kreuzbandrisse, Meniskusrisse, Kniescheibenverrenkungen. An der Hüfte: Verschiedene Impingementformen. An der Schulter: Nach Schulterverrenkungen, Rotatorenmanschettenrisse, bei Impingementformen, Verletzungen und Verschleiß des Schultereckgelenkes.

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Fußchirurgie

Unsere Füße tragen uns das ganze Leben. Erkrankungen des Fußes können daher zur dauerhaften Arbeitunfähigkeit und sozialen Desintegration führen. Der Fuß ist ein hochkomplexes und äußerst leistungsfähiges Konstrukt, stabil und flexibel zugleich. Verletzungen und Erkrankungen des Fußes erfordern daher die Behandlung durch Spezialisten, damit Ihre Füße Sie auch weiterhin schmerzfrei durchs Leben tragen.

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Handchirurgie

Die Handchirurgie umfasst alle Behandlungsmaßnahmen und Operationen, die Funktionsstörungen der Hand heilen oder verbessern sowie Schmerzen beseitigen. Viele Handchirurgen, wie auch Oberärztin Frau Dr. med. Ute Rauner behandeln auch Verletzungen vom Unterarm und Ellenbogen.

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Kindertraumatologie und Kinderorthopädie

Verletzungen im Kindesalter stellen sowohl für den Betroffenen als auch für die Eltern ein traumatisches Ereignis dar. Hat Ihr Kind eine Verletzung, und Sie entscheiden sich für eine Versorgung im Klinikum, dann sollten Sie sich bitte an die Notaufnahme Unfallchirurgie wenden.

Bei kinderorthopädischen Fragestellungen stehen wir Ihnen ebenfalls kompetent zur Seite. Insbesondere angeborene oder erworbene Achsfehlstellungen und/oder Längendifferenzen der Extremitäten mit Wachstumskontrolle im Kindesalter stehen in unserer Klinik im Vordergrund. Es besteht auch hier eine enge Kooperation mit der Kinderklinik, so dass auch von dieser Seite eine optimale Betreuung realisiert wird. Bei spezifischen Fragestellungen sind wir mit lokalen und überregionalen Spezialzentren vernetzt.

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Department für Endoprothetik

Die Arthrose (Gelenkverschleiß) ist eine weit verbreitete Erkrankung, die in unserer Zivilisation ständig zunimmt. Gründe hierfür sind Zustände nach Verletzungen oder degenerative Erkrankungen, die zu einem zunehmenden Verschleiß der Gelenke führen. In vielen Fällen ist ein Gelenkerhalt nicht mehr möglich, so dass ein prothetischer Ersatz erforderlich wird.

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Konservative Orthopädie und Traumatologie
Bewegungsanalyse-Labor

Ein Grundpfeiler der Behandlung jeglicher Störungen am Bewegungsapparat, gleich ob durch Verschleiß oder Verletzung hervorgerufen, ist die konservative Therapie. Nur ein Ärzteteam, das die vielfältigen Möglichkeiten dieses Sektors kennt und lebt, kann ausgewogene Entscheidungen im Sinne des Patientenwohles treffen. 

Wir haben an unserer Klinik, neben der Spezialisierung des operativen Spektrums, bewusst den Bereich der konservativen Medizin des Bewegungsapparates gefördert und als eigenständiges Gebiet etabliert. Im Fachbereich der konservativen Orthopädie und Unfallchirurgie können wir auf sämtliche etablierte Verfahren der Physikalischen und der Manuellen Medizin zurückgreifen. Wir pflegen einen engen Austausch mit den Physiotherapeuten und können im Bedarfsfall auf die Mitarbeit der ärztlichen Kollegen des Schmerzdienstes, der Neurologie, der Psychologie und der Inneren Medizin bauen.

Wir legen gemeinsam mit den Patienten bei der Aufnahme die individuellen Therapieziele fest. In der Regel umfassen diese eine Verbesserung der Mobilitätssituation, die Optimierung etwaiger Hilfsmittel (z.B. Orthesen), eine Linderung der Schmerzen, einen Kraftaufbau und die Prophylaxe weiterer Stürze. Komplexere Bewegungsstörungen können wir in unserem Bewegungsanalyse-Labor erfassen und hier auch im Verlauf die Fortschritte dokumentieren. Während des stationären Aufenthaltes bei uns können wir, falls erforderlich über unseren Sozialdienst eine Rehabilitiationsmaßnahme planen oder Ihnen bei der Planung der weiteren häuslichen Versorgung Unterstützung anbieten.
 

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Neurochirurgie

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Notfallmedizin

Ein Schwerpunkt der Unfallchirurgie ist die Notfall- und Rettungsmedizin. Der Unfall-OP ist das Herzstück der Notfallmedizin. Hier erfolgt die Aufnahme sämtlicher Notfälle von der Schnittwunde bis zum Schwer- und Mehrfachverletzten.

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Kindersprechstunde

Chefarzt Prof. Dr. med. Christian Zeckey

Termin nach Vereinbarung
Tel +49 8031 365 33 51

Mo - Fr 08.00 - 12.00 Uhr

Privatsprechstunde Sportorthopädie

Dr. med. Gerhard Reif

Termin nach Vereinbarung
Tel +49 8031 365 34 01

Mo 14.00 - 17.00 Uhr
Mi 13.00 - 16.00 Uhr
Fr 09.00 - 11.00 Uhr

Sprechstunde Handchirurgie

Dr. med. Ute Rauner

Termin nach Vereinbarung
Tel +49 8031 365 33 51

Di 13.00 - 15.00 Uhr
Do 15.00 - 17.00 Uhr

Verbände: Mo, Mi, Fr 09.00 - 10.00 Uhr

Sprechstunde Fußchirurgie

Dr. med. Thomas Endres

Termin nach Vereinbarung
Tel +49 8031 365 33 51

Mi 12.00 - 16.30 Uhr

Sprechstunde Bewegungsanalyse-Labor

Dr. med. Jan Nikolas Rieken

Termin mittwochs nach Vereinbarung
Tel +49 8031 365 33 51

Sprechstunde Wirbelsäulenchirurgie

Dr. med. Thomas Wimbauer
Dr. med. Jan Nikolas Rieken
MUDr. Peter Barbenik

Termin dienstags nach Vereinbarung
Tel +49 8031 365 33 51

Dr. med. Thomas Wimbauer
Leitender Oberarzt

Facharzt für Chirurgie, Unfallchirurgie, Sportmedizin, Chirotherapie

Dr. med. Gerhard Reif
Departmentleiter, Leitender Oberarzt
Arthroskopie, Sportorthopädie, Physikalische Therapie

Facharzt für Orthopädie, Sportorthopädie, Physikalische Therapie , AGA-Instruktor, zertifizierter AGA-Arthroskopeur

Dr. med. Jan Nikolas Rieken
Departmentleiter Bewegungsanalyse-Labor

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, spezielle Unfallchirurgie, Notfall- und Rettungsmedizin, Akupunktur

Andreas Unsin
Departmentleiter Endoprothetik

Facharzt für Orthopädie und Chirurgie

Dr. med. Thomas Endres
Departmentleiter Fußchirurgie

Facharzt für Chirurgie, Unfallchirurgie und Orthopädie, spezielle Unfallchirurgie, Notfallmedizin

Dr. med. Ute Rauner
Departmentleiterin Handchirurgie, Oberärztin

Fachärztin Handchirurgie, Chirurgie, Sportmedizin

MUDr. Peter Barbenik
Ärztlicher Leiter Neurochirurgie

Dr. med. Giovanni Bertoni
Oberarzt

stv. Departmentleiter Sportorthopädie und Arthroskopische Chirurgie

Dr. med. Karin Bordihn
Oberärztin

Dr. med. Stepan Fedorko
Oberarzt

Facharzt für Neurochirurgie

Lawrence Muotoe
Oberarzt

Facharzt für Neurochirurgie

Dr. med. Christian Häfner
Oberarzt

Facharzt für Chirurgie, Unfallchirurgie

Dr. med. Ingo Jürgens
Oberarzt

Facharzt für Chirurgie, Schwerpunktbezeichnung Unfallchirurgie
Fachkunde Rettungsdienst

Martin Stukenkemper
Oberarzt

Facharzt für Chirurgie, Zusatzbezeichnung Handchirurgie, Zusatzbezeichnung Notfallmedizin

Markus Werner
Oberarzt

Facharzt für Chirurgie, Unfallchirurgie

Fachärzte/-innen

  • Dr. med. univ. Anton Aschaber
  • Kathrin Bschorer
  • Ditto Joseph
  • Laura Moschettoni
  • Dr. med. Sandra Täuber
  • Dr. med. Enkh Tsogtbaatar
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Assistenzärzte/-innen

  • Mohsen Ibrahim Alhamada
  • Max Bahrke
  • Dr. med. Stefan Bösl
  • Raphael Denz
  • Pauline Fengel
  • Jan Gerlach
  • Mathias Hasselmann
  • Dr. med. univ. Sarah Kammerer
  • Severin Keinath
  • Ingrid Marie Noran
  • Dr. med Lukas Schmidt
  • Eugenia Schwab 
  • Dominic Tomsche
  • Sarah Zidaru
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News: Innovative OP-Methode am RoMed Klinikum Rosenheim

"Ich fühlte mich wie neugeboren"

Elfriede Kelm und der ärztliche Leiter der Neurochirurgie Peter Barbenik im Nachsorgegespräch.
Elfriede Kelm und der ärztliche Leiter der Neurochirurgie Peter Barbenik im Nachsorgegespräch.

Elfriede Kelm kann es selbst kaum glauben. Die Rosenheimerin hatte bereits seit Monaten mit unerträglichen Schmerzen im linken Bein zu kämpfen. Die Diagnose: Eine Verengung der Nervenaustrittskanäle an der Wirbelsäule, sowie zwei Bandscheibenvorfälle im unteren Lendenwirbelsäulenbereich. Als Behandlungsmethode standen regelmäßiges Spritzen gegen die Schmerzen oder eine Wirbelsäulenversteifung zur Auswahl. Die beste Lösung war aber letztendlich eine ganz andere Methode, die in Deutschland noch nicht weit verbreitet ist.

Seit Monaten hatte Elfriede schon mit Schmerzen im linken Bein zu kämpfen – angefangen im unteren Rücken bis hinunter zum Fuß. „Es war ein ziehender Schmerz“, beschreibt ihn die 70-jährige Patientin. „Man kann es sich vorstellen wie einen überdimensionalen Muskelkater. Ich wusste nicht, wie ich mich vom Sofa ins Bett bewegen soll und vom Bett in das Bad.“ Eigentlich ist die Rentnerin eine aktive Person: Sie hat schon immer viel Sport getrieben und war jedes Wochenende in den Bergen unterwegs. Im Juli 2021 wurden die Schmerzen schließlich so schlimm, dass sie keine 300 Meter weit mehr gehen konnte. Ihren Alltag schränkte das enorm ein. Als Unterstützung im Haushalt brauchte sie eine Putzhilfe. Pro Tag nahm sie mindestens sechs Schmerztabletten.

Die Diagnose
Bereits vor einigen Jahren kündigten sich die Beschwerden langsam an, allerdings konnte sie diese mithilfe von Medikamenten damals noch aufhalten. Erst als auch das nicht mehr half, suchte sie einen Orthopäden auf. Dabei stellte sich heraus, dass ein Nerv aus der Wirbelsäule durch umliegendes, verhärtetes Gewebe eingeklemmt war. Dass Elfriede die Schmerzen allerdings im Bein und Knie spürte, liegt daran, dass dieser Nerv herunter in das linke Bein verläuft. Ein Vorschlag des Orthopäden war, die betroffene Stelle regelmäßig zu spritzen, um die Schmerzen erträglicher zu machen. Selbst in Ruhe konnte Elfriede die Beschwerden deutlich spüren. Mal waren sie schwächer, mal stärker. „Das ist wie eine Benzinleitung“, erzählt die Rosenheimerin. „Manchmal geht nichts durch und die Schmerzen sind unerträglich. An anderen Tagen sind es immerhin ein paar Tropfen und es geht ein bisschen besser. So hat es mir zumindest mein Orthopäde erklärt.“

Wie lässt sich das behandeln?
Das tägliche Einnehmen von Tabletten und regelmäßiges Spritzen waren jedoch keine langfristige Lösung. Um die Ursache zu beseitigen, müsse die Stelle eigentlich operiert werden. Dabei hätte ein Stück des Wirbelsäulengelenks entfernt werden sollen, um überhaupt an die betroffene Stelle zu gelangen. Dies hätte allerdings eine versteifte Wirbelsäule zur Folge, weshalb der Orthopäde ihr auch davon abriet. Eine andere Lösung musste her.

Spezielle Operation am RoMed Klinikum Rosenheim
Durch eine Freundin wurde Elfriede auf Dr. Peter Barbenik aufmerksam. Der ärztliche Leiter der Neurochirurgie am RoMed Klinikum in Rosenheim hatte eine Idee für eine beschwerdefreiere Operation: Mithilfe eines speziellen Mikroskops, welches bei RoMed erst neu angeschafft wurde, ist es möglich, die betroffene Stelle von der gegenüberliegenden Seite zu operieren. Er erzählt, dass „dadurch der Knochen nicht beschädigt werden muss, weil er gar nicht erst im Weg ist.“ In Deutschland wird diese Technik bisher noch nicht sehr oft angewendet. Es handelt sich um ein innovatives operatives Verfahren, welches eine Weiterentwicklung bisheriger minimalinvasiver Techniken darstellt.

Nach einem Aufklärungsgespräch entschied sich Elfriede für diese Operation. „Angst davor habe ich keine gehabt“, blickt sie zurück. „Durch dieses persönliche Gespräch hatte ich Vertrauen in ihn.“ Am 22. September war auch schon der Operations-Termin. Alles verlief erfolgreich: „Die Stelle, an der sich das Gewebe verhärtet hat und der Nerv dadurch eingeklemmt war, haben wir ausgefräst. Durch diesen minimal invasiven Eingriff bleibt die Stabilität der Wirbelsäule vollständig erhalten und das Muskeltrauma sehr gering,“ erklärt Barbenik. Da die Muskeln aus vielen einzelnen Fasern bestehen, kann man diese gut in einem der Zwischenräume auftrennen. „Das hat uns den Zugang zu der Stelle an der Wirbelsäule verschafft.“

Eine erfreuliche Bilanz
Insgesamt hat die Operation eineinhalb Stunden gedauert. Die Patientin hatte einen Blutverlust von nur zehn bis 20 Milliliter. Der Hautschnitt ist eineinhalb Centimeter lang. „Als ich aufgewacht bin, habe ich sofort gemerkt, dass die Schmerzen weg sind. Ich habe erst meine Zehen bewegt und bin dann direkt aufgestanden. Ich fühlte mich wie neu geboren. Bereits zwei Tage später habe ich die Klinik wieder verlassen.“

Seit 2021 verfügt die Klinik über eine Zertifizierung der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft. Allein im vergangenen Jahr wurden bereits 250 operative Eingriffe in den verschiedensten Bereichen der Wirbelsäulenerkrankungen – vor allem degenerativ, Traumata und Tumore – durchgeführt. Die Behandlung findet im Rahmen einer engen interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Fachärzten statt.

Selten in Deutschland
Dass diese Methode in Deutschland nicht sehr weit verbreitet ist, liegt vor allem daran, dass eine spezielle medizin-technische Geräteausstattung und die fachliche Expertise vorhanden sein müssen, was nicht immer der Fall ist. Für den Arzt und die Patientin war der Eingriff zumindest ein voller Erfolg. Elfriede geht heute wieder in die Berge und ist absolut schmerzfrei. „Ich warte dauernd, dass noch irgendwelche Folgebeschwerden von der Operation auftreten oder die Schmerzen wiederkommen“, sagt sie. „Doch bis jetzt sieht es nicht danach aus.“

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Die RoMed Kliniken bieten in verschiedenen Abteilungen das Praktische Jahr für Medizinstudenten an.

Aufgrund der vielfältigen Weiterbildungsbefugnisse der RoMed-Ärzte sind verschiedenste Facharztweiterbildungen und Spezialisierungen möglich.



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