Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin

Die Mitarbeiter des Instituts für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin betreuen pro Jahr etwa 11.000 Patienten bei operativen, interventionellen und diagnostischen Eingriffen. Hierbei werden Patienten aller Risiko- und Altersklassen (vom Neugeborenen bis zum über 100-jährigen) von uns behandelt.

Individuell auf den Patienten abgestimmt, bieten die Ärztinnen und Ärzte des Instituts an insgesamt 24 Arbeitsplätzen alle gängigen Narkoseverfahren an. Die Koordination des gesamten OP-Ablaufs liegt ebenfalls in den Händen unserer Fachabteilung.

In einem präoperativen Aufklärungsgespräch werden die Narkoseverfahren besprochen und gegebenenfalls noch notwendige Voruntersuchungen veranlasst. Unmittelbar postoperativ erfolgt die Betreuung unserer Patienten in der Regel in einem unserer Aufwachräume (Zentral-OP 10 Betten, Ambulantes OP-Zentrum 6 Betten). Für die postoperative Schmerztherapie werden pro Jahr mehr als 1.600 Patienten mit einer Schmerzpumpe oder einem Schmerzkatheter versorgt. Die Betreuung dieser Patienten erfolgt durch unseren Akut-Schmerz-Dienst.

Auf unserer Intensivstation mit 15 Therapieplätzen werden jährlich circa 1.200 Patienten nach großen operativen Eingriffen oder bei lebensbedrohlichen Erkrankungen und Verletzungen behandelt. Hierbei kommen modernste Überwachungs- und Therapieverfahren zum Einsatz. 

Rund um die Uhr stehen Mitarbeiter des Instituts für die Schmerztherapie bei Geburten mittels Periduralkatheter zur Verfügung. Pro Jahr werden so etwa 250 Katheter im Kreissaal gelegt.

Mitarbeiter des Instituts engagieren sich stark im Notarztdienst von Stadt und Landkreis Rosenheim und stellen auch leitende Notärzte und den Ärztlichen Leiter Rettungsdienst. Etwa die Hälfte der Notarzteinsätze am Standort Rosenheim wird von Ärzten unserer Abteilung durchgeführt.

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Intensivmedizin

Operative Intensivstation - Besondere Aspekte der Intensivmedizin

Operative Intensivstation

Ärzte
Oberarzt (Dr. med. Dunker)
6 Assistenz-/Fachärzte im Schichtdienst rund um die Uhr
      
Patienten
Auf der operativen Intensivstation werden die Patienten der operierenden Fächer bei Bedarf postoperativ überwacht und in engstem Kontakt mit dem Operateur behandelt.
Auch schwerstverletzte Patienten kommen auf die operative Intensivstation.
      
Verfahren
Alle fachlich anerkannten intensivmedizinischen Maßnahmen kommen zum Einsatz: Beatmung, Atemtherapie, Sauerstofftherapie, Herz- und Kreislaufunterstützung, Nierenersatz, Ersatz von Blut- und Gerinnungsbestandteilen, künstliche Ernährung, kontinuierliche Unterdrückung von Schmerz, Unruhe und Angst, umfassendes Monitoring aller Vitalparameter, Laboruntersuchungen rund um die Uhr, Thrombosevorsorge, Physiotherapie, Behandlung geburtshilflicher Komplikationen.

Besondere Aspekte

Kürzestmögliche Beatmung:
Die künstliche Beatmung ist nur eine überbrückende Maßnahme. Sie wird deshalb so kurz wie möglich eingesetzt.

Minimal invasive Beatmung:
Nach Möglichkeit wird auf einen Beatmungsschlauch (Tubus, Trachealkanüle) verzichtet und über eine Gesichts- oder Nasenmaske beatmet. Dies reduziert Nebenwirkungen.

„open lung"-Konzept:
Wir beatmen nach dem Konzept der "offenen Lunge" (nach Prof. Dr. B. Lachmann, Rotterdam). Diese spezielle Beatmungstechnik stellt bei einer kranken oder verletzten Lunge in kurzer Zeit einen weitgehend ungestörten Gasaustausch her. Dies ermöglicht im weiteren Verlauf eine äußerst schonende Beatmung. Besonders profitieren schwerverletzte und frischoperierte Patienten.

Rationaler Einsatz von Antibiotika:
Der unkritische Einsatz von Antibiotika (nicht zuletzt in der Tierhaltung) führt zu immer widerstandsfähigeren („resistenten") Keimen. Diese Zunahme droht zu einem großen Problem für die Intensivmedizin zu werden. Die Behandlung mit Antibiotika wird nach modernsten Erkenntnissen so kurz, aber so wirksam wie möglich durchgeführt. Das Auftreten von Problemkeimen ist deshalb selten.

Rationaler Einsatz von Fremdblutprodukten:
Transfusionen von Blut und Blutprodukten sind bekanntlich nicht völlig risikolos. Wir übertragen Fremdblutprodukte nur äußerst zurückhaltend. Religiöse Überzeugungen werden selbstverständlich beachtet.

Schwere geburtshilfliche Komplikationen:
Dem Klinikum wird eine große Zahl von Risikogeburten zugewiesen. Die Behandlung schwerer geburtshilflicher Komplikationen (Gestose, Präeklampsie, HELLP-Syndrom) hat sich zu einem Erfahrungs- und Interessensschwerpunkt unserer Intensivstation entwickelt.

Humane Intensivmedizin:
Der bekannte oder mutmaßliche Wille des Kranken ist stets Richtschnur unseres ärztlichen und intensivmedizinischen Handelns. Alle technischen und medizinischen Möglichkeiten sind Mittel, Leben, Gesundheit und Selbstbestimmungsrecht unseres Patienten zu erhalten. Wir halten es für selbstverständlich, unheilbar Kranken ein würdiges Sterben zu ermöglichen.

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Akut-Schmerz-Dienst (ASD)

Der ASD behandelt Patienten mit schwersten Schmerzsyndromen, u.a. nach Operationen oder Unfällen.

Die Einrichtung eines Akut-Schmerz-Dienstes (ASD) am Klinikum Rosenheim im Jahre 1996 verbesserte entscheidend die Versorgung der stationären Patienten. Der ASD behandelt Patienten mit schwersten Schmerzsyndromen, u.a. nach Operationen oder Unfällen (Indikationsliste s. u.), auch auf normalen Pflegestationen wirkungsvoll und sicher.

Der Akut-Schmerz-Dienst gewährleistet einen hohen, abteilungsübergreifenden Behandlungsstandard. Er verfügt über ein großes Repertoire an erweiterten modernen Therapieverfahren (s. u.). Eine mindestens einmal tägliche Visite bei den Schmerzpatienten und eine 24-stündige Akutbereitschaft auch an Sonn- und Feiertagen gewährleisten ein hohes Maß an Patientensicherheit und Therapieeffizienz.

Die Arbeit des ASD, gezielt unterstützt durch Pflegemaßnahmen wie Mobilisierung, Krankengymnastik und Atemtherapie, steigerte erheblich den Patientenkomfort und reduzierte typische postoperative Komplikationen (z. B. Pneumonien). Damit trägt der ASD zu einer signifikanten Steigerung des Therapieerfolgs bei.

Aktuell betreut der ASD am RoMed Klinikum Rosenheim mehr als 1.600 Patienten pro Jahr und erzielt ein hohes Maß an Patientenzufriedenheit.

Indikationen:

  • Postoperative Analgesie
  • Posttraumatische Analgesie
  • Analgesie bei rehabilitativen Maßnahmen

Methoden:

  • Patienten-controllierte Analgesie (PCA)
    •  Intravenöse PCA (PCIA)
    • Epidurale (=Peridurale) PCA (PCEA)
  • Kontinuierliche Periduralanalgesie in Kathetertechnik
    • Lumbale PDA
    • Thorakale PDA
  • Blockaden peripherer Nerven (kontinuierlich und diskontinuierlich) in Kathetertechnik
    • Blockade des Plexus lumbalis: 3-in-1 Block
    • Distale Blockade des N. ischiadikus
    • Infraklavikuläre Blockade des Plexus brachialis: Vertikaler Infraklavikulärer Block (VIB), Axillärer Block
    • Supraklavikuläre Blockade des Plexus brachialis: Winnie-Maier-Block
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Kinderanästhesie

Kinder verstehen oft nicht, warum ein Aufenthalt im Krankenhaus oder eine Operation notwendig ist. Es ist verständlich, dass auch die Eltern viele Fragen haben und sich Gedanken machen über den Ablauf der Anästhesie.

Daher liegt es uns am Herzen bereits beim Narkosevorgespräch, eine angstfreie und vertrauensvolle Beziehung zwischen den kleinen Patienten, den Eltern und dem Narkosearzt aufzubauen. 

Unsere Abteilung gewährleistet die kompetente anästhesiologische Betreuung von Kindern aller Altersgruppen, vom extremen Frühchen bis zum fast erwachsenen Teenager. Ein Beruhigungsmittel als Zäpfchen oder Tablette nimmt dem Kind die Angst vor der Trennung von seinen Eltern. Selbstverständlich dürfen Sie Ihr Kind bis zur OP-Schleuse begleiten. So bald wie möglich werden wir Sie nach der Operation wieder zu Ihrem Kind lassen. 

Unser Augenmerk liegt ganz besonders auf einer effektiven Schmerztherapie während und nach dem Eingriff. Wenn immer möglich werden wir dafür auch Regionalanästhesieverfahren zum Einsatz bringen. Die Schmerztherapie wird natürlich postoperativ auf der Station oder in der Kindertagesklinik weitergeführt. 

Das Klinikum Rosenheim ist Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe (Level 1). Auch die Allerkleinsten (Früh- und Neugeborene) erhalten bei uns eine anästhesiologische Betreuung nach den höchsten Sicherheitsstandards und werden von besonders erfahrenen Anästhesisten betreut. 

Für weitere Informationen empfehlen wir die Internetseite des Wissenschaftlichen Arbeitskreises Kinderanästhesie

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Notfallmedizin

Notarztdienst - Herzalarm - Schockraumversorgung - Geburtshifliche Notfälle

Notarztdienst
Seit 1976 werden die Stadt Rosenheim und der umliegende Landkreis von dem am RoMed Klinikum Rosenheim stationierten Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) versorgt. Der Notarztdienstwird von derzeit 31 Ärzten und Ärztinnen aus verschiedenen Fachabteilungen des RoMed Klinikums versehen, die pro Jahr circa 2.500 Einsätze leisten. Mehr als die Hälfte sind Anästhesisten. Im Bedarfsfall kann - nach Anforderung durch die Rettungsleitstelle - auch ein zweiter Notarzt durch das RoMed Klinikum Rosenheim zum Einsatz kommen. 

Interessierten Kollegen kann an unserem Standort der praktische Teil der Ausbildung zur "Zusatzbezeichnung Notfallmedizin", d. h. 50 Einsätze unter Anleitung des diensthabenden Notarztes, ermöglicht werden.

Herzalarm
Ärzte und Pflegekräfte unsere Abteilung sind Teil des interdisziplinären „Herzalarmteams“, welches bei einer unvorhergesehenen lebensbedrohlichen Situation im Klinikum alarmiert wird. Rund um die Uhr steht somit am Klinikum Rosenheim ein speziell ausgebildetes Team in kürzester Zeit zur Verfügung, um die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen.

Schockraumversorgung
Schwerstverletze und schwerstkranke Patienten werden in unserem Haus in der Zentralen Notaufnahme einem modern ausgestatteten Schockraum behandelt. Die Pflegekräfte und Ärzte unserer Abteilung sind zentraler Bestandteil des sogenannten Schockraumteams. Nach der Stabilisierung der lebenswichtigen Körperfunktionen erfolgt unter ständiger intensivmedizinischer Überwachung die zügige und zielgerichtete Diagnostik und Einleitung der Therapie. Patienten, die einer intensivmedizinischen Betreuung bedürfen, werden durch das Anästhesieteam bis zur Verlegung auf eine entsprechende Intensivstation oder beim Transport in den Operationssaal fortlaufend überwacht.

Geburtshilfliche Notfälle
Bei geburtshilflichen Notfällen ist ein klinikinterner Alarm etabliert, der es ermöglicht, innerhalb kürzester Zeit einen Notfallkaiserschnitt (Notsectio) durchzuführen. Binnen weniger Minuten steht dann ein geburtshilfliches Operations-, Neugeborenen- und Anästhesieteam für den Eingriff bereit.

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Chefarzt
Priv.-Doz. Dr. med. Andreas Bauer [Vita]
Kontakt
Kontakt
Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin

Facharzt für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin

Dr. med. Thomas Hörl
Leitender Oberarzt

Facharzt für Anästhesiologie, Notfallmedizin

Daniel Bofinger
Oberarzt

Facharzt für Anästhesiologie, Fachkunde Rettungsdienst, Transfusionsverantwortlicher RoMed Klinikum Rosenheim, Leiter Blutgruppenlabor RoMed Kliniken Wasserburg, Prien und Bad Aibling, Leiter Blutdepot RoMed Kliniken

Dr. med. Martin Dunker
Oberarzt, DESA

Facharzt für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Bereichsleitung Intensivmedizin

Christian Kreitmair
Oberarzt

Facharzt für Anästhesiologie, Notfallmedizin, OP-Koordinator

Dr. med. Tim Nebelsiek
Oberarzt, MHBA, DESA

Facharzt für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin

Dr. med. Günter Renner
Oberarzt

Facharzt für Anästhesiologie,
Intensivmedizin, Notfallmedizin
Leiter MVZ Rosenheim Anästhesie

Rosemarie Schmidmayr
Oberärztin

Fachärztin für Anästhesiologie, Notfallmedizin, Bereichsleitung Kinderanästhesie, Ärztliche Standortleitung Notarzt Klinikum Rosenheim, Leitende Notärztin

Dr. med. Harald Schmitz
Oberarzt, DESA, EDIC

Facharzt für Anästhesiologie, Intensivmedizin, Notfallmedizin, Hygienebeauftragter

Funktionsoberärzte/-innen

  • Priv.-Doz. Dr. med. Barbara Eckel
  • Dr. med. Sabine Icsezer
  • Dr. med. Juliane Kuhlemann
  • Georg Papadakis-Borgwardt
  • Svetlana Solotarev
  • Dr. med. Michael Städtler DESA

Fachärzte/-innen

  • Carolin Friedrich
  • Luise Gallmeier
  • Julia Grill
  • Anette Grüber
  • Florian Heinz
  • Herbert Knörr
  • Dr. med. Lena Röhring
  • Dr. med. Nikolas Rossmann
  • Harald Unkauf
  • Dr. med. Katharina Tschiesche
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Assistenzärzte/-innen

  • Dr. med. Ludwig Cossu
  • Katharina Emmerich
  • Emina Faß
  • Benjamin Flad
  • Sophie Marie Gast
  • Matthias Gawron
  • Dr. med. Christiana Hechfellner
  • Christoph Jahn
  • Dr. med. Nicole Kellhammer
  • Konstantin Korn
  • Hanna Krichbaumer
  • Dr. med. Geerten van Meel
  • Alexandra Nöhreiter
  • Dr. med. Christina Schieche
  • Dr.med. Julia Schöllmann
  • Annegret Seebauer
  • Dr. med. univ. Simon Specht
  • Inga Stonkutè
  • Florian Waldherr
  • Alexandra Weber    
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Unser Team der Anästhesie und Operativen Intensivmedizin
Unser Team der Anästhesie und Operativen Intensivmedizin

Die RoMed Kliniken bieten in verschiedenen Abteilungen das Praktische Jahr für Medizinstudenten an.

Aufgrund der vielfältigen Weiterbildungsbefugnisse der RoMed-Ärzte sind verschiedenste Facharztweiterbildungen und Spezialisierungen möglich.



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