Onkologisches Zentrum

 Bestreben des Onkologischen Zentrums ist es, die Heilungschancen der Patienten mit onkologischen Erkrankungen, sowie ihre Lebensqualität kontinuierlich zu verbessern, dabei die Bedürfnisse der Patienten nach optimaler fachlicher und menschlicher Versorgung in den Mittelpunkt zu stellen und insbesondere die Synergieeffekte zwischen den bestehenden Organzentren für eine Qualitätssteigerung der Patientenversorgung zu nutzen.
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Ziele

Das Onkologische Zentrum wurde 2010 mit dem Ziel gegründet, die Versorgung von Tumorpatienten in der Region weiter zu verbessern. Wie die bereits bestehenden Organzentren wurde das Onkologische Zentrum nach den Qualitätskriterien der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert. Im Vordergrund bei Diagnostik und Therapie bösartiger Erkrankungen steht die enge Vernetzung der im Onkologischen Zentrum vertretenen Fachrichtungen, (Gynäkologie, Chirurgie, Urologie, Internistische Onkologie, Radiologie, Pathologie, Strahlenmedizin, sowie weitere Fachrichtungen der Inneren Medizin). Der Interdisziplinäre Ansatz und die leitlinienkonforme Therapie gewährleistet einen hohen Qualitätsstandard in der Versorgung von Tumorpatienten. Zusätzliche Dienste wie Psychoonkologie, Sozialdienst, Seelsorger oder palliativmedizinische Versorgung stehen den Patienten des Onkologischen Zentrums zur Verfügung.

Das Onkologische Zentrum versteht sich als Dienstleistungsunternehmen, welches vorrangig folgende Ziele verfolgt:
  • Qualitätsgesicherte, leitliniengetreue wohnortnahe, sektorenübergreifende onkologische Versorgung auf höchstem fachlichen Niveau in Südost- Oberbayern 
  • Interdisziplinäres Behandlungszentrum der Region nach den Vorgaben der deutschen Krebsgesellschaft 
  • Behandlungszentrum im Nationalen Krebsplan  
  • Zentrum für Aus –u. Weiterbildung in der Onkologie für Pflege und Ärzte 
  • Leistungserbringung unter einem Dach / enge Kooperation mit allen Partnern 
  • Verbesserung der Behandlungsergebnisse im Sinne von Rezidivfreiheitsraten und Überlebensraten und der Lebensqualität von Patienten mit onkologischen Erkrankungen 
  • Vernetzung der einzelnen Organzentrum durch Zentralisierung  allgemeingültiger Prozesse 
  • Beteiligung an klinischen Studien  
  • Förderung und Weiterentwicklung der fachlichen Kenntnisse der Mitarbeiter (Aus-, Fort- u. Weiterbildung, FB-Plan)
  • Image und Standortsicherung des RoMed Klinikums Rosenheim (Marketingkonzept) 
  • Ermittlung der Patientenzufriedenheit 
  • Sicherstellung der geforderten bzw. notwendigen personellen Ressourcen (Benennungsurkunden für QML, Koordinatoren, Benennung von QMB’s in der Struktur des Onkologischen Zentrums)
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Hämatologie / Internistische Onkologie

Schwerpunkte dieses Bereichs sind  die Diagnostik, Therapie und Nachsorge sämtlicher in der Inneren Medizin vorkommender bösartiger Erkrankungen, insbesondere des blutbildenden Systems und der inneren Organe. Zentrale Anlaufstelle der Hämatologie und Internistischen Onkologie ist die Onkologische Tagesklinik der Medizinischen Klinik II. Die onkologische Tagesklinik der Medizinischen Klinik II besteht seit Mai 2000 als Einrichtung für Patienten mit Erkrankungen aus dem hämatologisch-onkologischen Formenkreis.

Im Verbund mit den am RoMed Klinikum Rosenheim bestehenden zertifizierten Organzentren ist die Onkologische Tagesklinik der Medizinischen Klinik II nach den Vorgaben von DIN EN ISO 9001 und nach den Fachkriterien der deutschen Krebsgesellschaft seit April 2008 zertifiziert. In der Medizinischen Klinik II werden jährlich insgesamt 4.700 Patienten behandelt, davon circa ein Drittel aufgrund einer Krebserkrankung. Über die Onkologische Tagesklinik wird die Diagnostik von hämatologischen und internistisch-onkologischen Erkrankungen gesteuert. Selbstverständlich stehen den Patienten der onkologischen Tagesklinik  dabei alle klinischen Einrichtungen zur Diagnostik und Verlaufsbeurteilung von Tumorerkrankungen wie z. B. Computertomographie, Kernspintomographie, Endoskopie zur Verfügung. Nach Diagnosestellung werden nahezu alle Patienten mit Erkrankungen aus dem Gebiet der Internistischen Onkologie in der Interdisziplinären Tumorkonferenz vorgestellt. Hier erfolgt die Beschlussfassung und Bahnung der weiteren Therapie. Nach Diagnose einer bösartigen Erkrankung ist es häufig erforderlich, eine gegen den Tumor gerichtete spezielle medikamentöse Behandlung  einzuleiten.

In der Onkologischen Tagesklinik werden alle gängigen modernen Therapieverfahren wie Chemotherapie intravenös oder oral, Antikörpertherapie, Tyrosinkinasehemmertherapie, Immuntherapie, Antiangiogenesetherapie, epigenetische Therapie sowie supportive Therapie in Form von Transfusion von Blutprodukten angeboten. Des weiteren werden kleine diagnostische und therapeutische Eingriffe ambulant durchgeführt. Für die Patienten der Onkologischen Tagesklinik besteht die Möglichkeit, an klinischen Studien teilzunehmen. Die Bereitstellung der Medikamente für die verschiedenen Tumortherapien  erfolgt zentral über die Klinikapotheke, wodurch ein hoher Qualitätsstandard gesichert ist. Die Onkologische Tagesklinik verfügt über zwölf Behandlungsplätze (Multifunktionsliegen) in drei Behandlungsräumen im Haus 1, 1. Obergeschoss. In der Tagesklinik können unsere Patienten in angenehmer Umgebung und unter Aufsicht von onkologisch geschulten ärztlichen und pflegerischen Personal die Therapie ambulant  erhalten und nach kurzer Zeit die Klinik wieder verlassen. Sollte die Erkrankung der Patienten eine stationäre Aufnahme erforderlich machen, ist dies  in der Medizinischen Klinik II jederzeit sofort möglich. Die eingehende Beratung von Patienten und deren Angehörigen ist ein wesentliches Element der Betreuung von Patienten in der Onkologischen Tagesklinik der Medizinischen Klinik II. Hierbei haben die Patienten zusätzlich jederzeit die Möglichkeit  zur Kontaktaufnahme mit Psychoonkologie, Sozialdienst, Seelsorge, Stomatherapie oder Ernährungsberatung.

2010 wurde im RoMed Klinikum Rosenheim eine eigene Palliativstation eingerichtet, die im Bedarfsfall selbstverständlich auch den Patienten der Onkologischen Tagesklinik zur Verfügung stehen.

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Tumorkonferenz

Im Onkologischen Zentrum des RoMed Klinikums Rosenheim finden jeden Donnerstag zwei Interdisziplinäre Tumorkonferenzen statt.

1. Interdisziplinäre Tumorkonferenz der gynäkologischen Onkologie
14.00-15.30 Uhr, Haus 5 / 4. Stock
Schwerpunkt:

  • Vorstellung von Patientinnen des kooperativen  Brustzentrums Südostbayern unter Teilnahme des kooperativen Brustzentrums  Ebersberg
  • Zusätzliche Vorstellung von Patientinnen mit Cervix-, Corpus-, Ovarial-, Vulva- und Vaginalkarzinom

Anmeldung Sekretariat Gynäkologie: Tel +49 8031 365 32 52

2. Allgemeine Interdisziplinäre Tumorkonferenz
15.30 - 17.00 Uhr, Haus 5 / 4. Stock
Schwerpunkt:

  • Patienten des Darmzentrums, Prostatakarzinomzentrums, Patienten mit Bronchialkarzinom
  • Zusätzliche Vorstellung von Patienten mit anderen Tumorerkrankungen aus dem internistischen, chirurgischen oder urologischen Fachgebiet

Anmeldung Sekretariat Med. Klinik II: Tel +49 8031 365 31 51

Die Spezialisten der einzelnen Fachabteilungen (Chirurgie, Gynäkologie, Urologie, Gastroenterologie, Hämatologie/Internistische Onkologie, Strahlentherapie, Radiologie und Pathologie, Psychoonkologie) nehmen wöchentlich an den Tumorkonferenzen teil. In den Tumorkonferenzen wird, unter Berücksichtigung der Leitlinien der entsprechenden Fachgesellschaften, nach eingehender Diskussion durch die anwesenden Experten das bestmögliche diagnostische und therapeutische Konzept für den einzelnen Tumorpatienten festgelegt. Mit diesem Vorgehen erreichen wir ein hohes Maß an Qualität und Sicherheit für unsere Patienten. Die Entscheidung der Tumorkonferenzen wird dem betreuenden Facharzt oder Hausarzt umgehend per Fax mitgeteilt. Für die niedergelassenen Kollegen besteht jederzeit die Möglichkeit, Patienten in den Interdisziplinären Tumorkonferenzen vorzustellen.



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Studien im Onkologischen Zentrum

Die Auswahl der Studien erfolgt durch den jeweiligen Chefarzt und die Koordinatoren der Organzentren in Zusammenarbeit mit den jeweiligen Prüfärzten der Abteilungen. Die Prüfärzte und studienbeauftragten Ärzte sichten regelmäßig die Studienlandschaften. In der Tumorkonferenz werden die Studien besprochen, über mögliche Teilnahmen diskutiert und die Freigabe zur Studienteilnahme vom Gremium der Tumorkonferenz erteilt.

Die Studienliste wird dementsprechend von der Studienassistenz aktualisiert. Jede Studie wird von einem ärztlichen Mitarbeiter mit Nachweis einer GCP- Schulung oder Prüfarztkurs betreut, der auch die Aufklärungsgespräche führt. Für jede Studie wird ein studienverantwortlicher Arzt und ein Stellvertreter benannt. Es werden nur Studien mit einem gültigen Ethikvotum durchgeführt. Ein Studienplan liegt jeweils vor.

Die Studienorganisation umfasst: 

  • Vorstellung des Patienten in der Tumorkonferenz und Erörterung und Festlegung der Möglichkeit einer Studienteilnahme
  • Einbestellung des Patienten nach der Tumorkonferenz zur Information und Empfehlung der Studie bei gleichzeitiger Besprechung einer Standardtherapie.
  • Bei Einverständnis wird ein Folgetermin zur Aufklärung durch die studienbeauftragten Arzt / Prüfarzt vereinbart.
  • Betreuung während der Studie durch die Studienassistentin und den Prüfarzt.

Ein nachweislicher Austausch zwischen dem studienbeauftragten Arzt / Prüfarzt und der Studienassistenz ist durch regelmäßige Absprachen gewährleistet, insbesondere vor anstehenden Monitorings erfolgt eine schriftliche Dokumentation (Studienordner). Die Inhalte der Studienordner entsprechen den Vorgaben AMG § 4 40ff). Studienergebnisse werden von dem betreuenden Mitarbeiter in der Tumorkonferenz bekanntgegeben. Alle 3 Studienassistentinnen verfügen über die zertifizierte Weiterbildung zur „Koordinierung für klinische Studien“ (KKS). Eine Tätigkeitsbeschreibung für die Studienassistenz liegt vor.

Die Erfassung kritischer Ereignisse (SAE) fällt in den Verantwortungsbereich der Prüfärzte / Studienbeauftragten der jeweiligen Fachabteilung / des jeweiligen Organzentrums. Im Falle eines SAE erfolgt eine umgehende Meldung (maximal 24 Stunden ab Bekanntwerden des kritischen Ereignisses) an die Studienzentrale und an die Sponsoren. Besonderheiten im Brustzentrum und der Gesamtgynäkologie sind im QM-Handbuch der  Abteilung beschrieben.



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Leitung
Dr. med. Gerhard Puchtler
Kontakt
Kontakt
Hämatologie und Onkologie

Oberarzt, Facharzt für Innere Medizin, Schwerpunktbezeichnung Hämatologie und Onkologie, Leitung Onkologisches Zentrum

Sprechstunde Onkologisches Zentrum

Dr. med. Gerhard Puchtler
Departmentleiter, Leitung

Termin nach Vereinbarung
Tel +49 (0) 8031 - 365 6163
Tel +49 (0) 8031 - 365 6159

Unser Team der Onkologischen Tagesklinik
Unser Team der Onkologischen Tagesklinik