Privatsprechstunde
Prof. Dr. Christian Thilo
Termin Mo - Do nach Vereinbarung
+49 (0) 80 31 - 36 53 10 1
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Rhythmologische Sprechstunde
Dr. med. Jan Kaufmann
Mo 09.00 - 11.30 Uhr, 13.30 - 15.00 Uhr
Di nach Vereinbarung
Mi 09.00 - 11.30 Uhr, 13.30 - 15.00 Uhr
Do nach Vereinbarung
+49 (0) 80 31 - 36 53 10 5
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Herzschrittmacher- und Defibrillatorambulanz
Dr. David Müller
Di 13.00 - 15.15 Uhr
Do 13.00 - 15.15 Uhr
+49 (0) 80 31 - 36 53 10 1

Akute Herzinfarkte werden in unserer Klinik so schnell wie möglich behandelt. In Notfallsituationen erfolgt eine telemetrische Übertragung des EKGs und eine schnelle Wiederöffnung des Infarktgefäßes nach direkter Aufnahme im Herzkatheterlabor. Diese Abläufe erlauben eine sofortige Intervention und verbessern die Überlebenschancen bei akuten Herzinfarkten erheblich.
Im Rahmen eines Herzinfarktnetzwerkes besteht eine 24-Stunden-Rufbereitschaft für Notfallpatienten mit akutem Koronarsyndrom bzw. Myokardinfarkt. Notfalleingriffe werden von langjährig interventionell tätigen Kardiologen durchgeführt.
Unsere spezialisierte und durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie zertifizierte Chest Pain Unit (CPU) ist die auf die schnelle und effiziente Behandlung von PatientInnen mit akuten Brustschmerzen ausgelegt. Diese hochmoderne Einheit ist rund um die Uhr mit einem speziell geschulten Personal besetzt. Die enge Zusammenarbeit mit der Intensivstation und anderen spezialisierten Abteilungen stellt sicher, dass PatientInnen eine umfassende und kontinuierliche Betreuung erhalten.
Unsere Klinik verfügt über modernste Ultraschallbildgebungstechnologien und führt jährlich über 10.000 transthorakale Echokardiographien und 4.000 transösophageale Echokardiographien durch. Im kardiovaskulären Ultraschalllabor der Medizinischen Klinik I werden alle Untersuchungsmethoden der modernen Echokardiographie (Herzultraschall) eingesetzt. Neben der Echokardiographie zur Beurteilung der Herz- und Herzklappenfunktion wird ein großes Spektrum doppler- und duplexsonographischer Gefäßuntersuchungen durchgeführt
Leistungen Echokardiographie
- Transthorakale Echokardiographie (TTE)
- Transösophageale Echokardiographie (TEE)
- Stress-Echokardiographie mit dynamischer (Fahrrad-Ergometer) oder pharmakologischer (Dobutamin oder Vasodilatatoren) Belastung.
- Kontrast-Echokardiographie (links- und rechtsgängige Kontrastmittel)
- Gewebedoppler-Untersuchungen
- Interventionelle Echokardiographie (TEE-Monitoring bei Eingriffen im Herzkatheterlabor wie z.B. MitraClip / TriClip, ASD- / PFO- Verschluss, Mitralklappenvalvuloplastie, Herzohrverschluss)
- Speckle Tracking Echokardiographie (Strain-Strain rate Analyse)
- Dreidimensionale transthorakale und transösophageale Echokardiographie
Leistungen Gefäßultraschall
- Doppler- und Duplexsonographie der Gefäße
- Kontrastmittelsonographie der Gefäße
- CW-Doppler-Ultraschall der Gefäße
- ABI-Messungen
Die klinische Elektrophysiologie befasst sich mit der Diagnostik und Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Der Begriff „Herzrhythmusstörung“ (Arrhythmie) umfasst eine Vielzahl von teils krankhaften Veränderungen der Erregungsbildung und Erregungsausbreitung im Herzen mit Ursprung im Bereich der Herzvorhöfe oder Herzkammern.
Nähere Informationen finden Sie hier: << link EP >>
Zur Behandlung langsamer Herzrhythmusstörungen und Herzkammertachykardien hat sich als wichtiger Therapiepfeiler die Implantation von Herzschrittmachern und Defibrillatoren durchgesetzt. Auch Neuentwicklungen wie der subcutane Defibrillator oder der sondenlose Herzschrittmacher haben sich in den letzten Jahren etabliert. Zur Behandlung der Herzinsuffizienz ist die kardiale Resynchronisationstherapie (CRT) zu einem wichtigen Therapiestandard geworden. Neue alternative Stimulationsformen wie die Stimulation des linksseitigen Reizleitungssystems (LBBAP) sind aktuell im Begriff, die Resynchronisationstherapie zu ergänzen. Alle Implantationen erfolgen durch erfahrene, zertifizierte Implanteure unter aseptischen hygienischen Bedingungen nach neuesten Standards.
Unsere Leistungen
- Implantation von kernspintauglichen Ein-, Zwei- und Dreikammerschrittmachern (CRT-P)
- Implantation von kernspintauglichen Ein-, Zwei- und Dreikammerdefibrillatoren (CRT-D)
- Anwendung alternativer Stimulationsformen (Stimulation des Reizleitungssystems insbesondere LBBAP)
- Anlage epikardialer Schrittmachersonden in Kooperation mit der thoraxchirurgischen Abteilung
- Sondenextraktionen in Kooperation mit den Münchner Universitätskliniken
- Implantation subcutaner Defibrillatoren (EMBLEM®)
- Implantation sondenloser Schrittmacher (Micra®) Video Micra Implantation
- Implantation von Loop-Rekordern zum Monitoring von Herzrhythmusstörungen
- Kontrolle, Beratung und Nachsorge aktiver Herzrhythmusimplantate in der Schrittmacher- und Defibrillatorambulanz
Die Klinik ist als Stätte der Zusatzqualifikation Spezielle Rhythmologie und aktive Herzrhythmusimplantate durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) zertifiziert.

Sondenloser Schrittmacher in der rechten Herzkammer (MedtronicTM)
Unsere Klinik ist mit drei Herzkatheterlaboren ausgestattet, darunter ein hochmodernes Hybridlabor, das 2024 in Betreib genommen wurde. Wir bieten das gesamte Spektrum der interventionellen Kardiologie. Nahezu alle Koronareingriffe werden über die Unterarmarterie durchgeführt mit minimaler Blutungsgefahr und rascher Mobilisierung. Unsere Klinik ist von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) für ihre Leistungen in der interventionellen Kardiologie zertifiziert. Diese Zertifizierung bestätigt die hohe Qualität und Sicherheit unserer Behandlungen sowie die kontinuierliche Verbesserung unserer klinischen Prozesse.
Folgende Untersuchungen werden durchgeführt:
- Akute Infarktversorgung
- Komplexe Herzkathetereingriffe inkl. Wiedereröffnung chronischer Verschlüsse von Herzkranzgefäßen (CTO)
- Eingriffe am linkskoronaren Hauptstamm
- Rotablation: die Rotablation mittels Mikrobohrkopf wird bei stark verkalkten Engstellen an Herzkranzgefäßen eingesetzt, bei denen ein Standardballon nicht ausreichend expandiert, oder ein Ballon gar nicht in die Engstelle eingeführt werden kann. Das Klinikum Rosenheim zählt zu den Zentren mit hoher Expertise für diese Methode
- Lithotripsie: die sehr sichere Methode ist ein großer Fortschritt in der Behandlung von verkalkten Engstellen an den Herzkranzgefäßen, mit der auch tiefer liegende Kalkanteile durch die Stoßwellen fragmentiert werden können
- Intravaskulärer Ultraschall (IVUS): hier wird die Engstelle, die Ablagerung selbst (Plaque) und deren Zusammensetzung sowie auch die Gefäßwand dargestellt; zudem können Gefäßdurchmesser und Länge der Gefäßverengung direkt vermessen werden
- Messung der fraktionellen Koronarflussreserve (FFR-Messung): die Messung der fraktionellen Flussreserve ist ein Zusatzverfahren, das insbesondere dann eingesetzt wird, wenn Engstellen vorliegen, die in der Koronarangiographie nicht eindeutig hochgradig erscheinen oder auch bei nicht schlüssigen Ergebnissen in nicht-invasiven Belastungstests (z. B. Stress-Echokardiographie)

Intravaskulärer Ultraschall mit Darstellung der einzelnen Gefäßabschnitte des linkskoronaren Hauptstamms (links: Angiographie, rechts: Gefäßabschnitte im IVUS)
In Kooperation mit der Klinik Radiologie bieten wir hochmoderne Kardio-MRT (Magnetresonanztomographie) und Kardio-CT (Computertomographie) Untersuchungen an. Diese Technologien ermöglichen eine präzise Diagnose von Herzkrankheiten und unterstützen eine gezielte Behandlungsplanung. Unsere Geräte sind auf dem neuesten Stand der Technik und garantieren höchste Bildqualität bei minimaler Belastung für die Patient*innen.
Mit der CT-Untersuchung können z. B. Verkalkungen oder Verengungen der Herzkranzgefäße dargestellt werden, die eine Durchblutungsstörung des Herzmuskels verursachen. Vor interventionellen Herzklappeneingriffen wird eine Computertomographie zur Planung des Eingriffs durchgeführt.
Eine MRT-Untersuchung des Herzens funktioniert ohne Röntgenstrahlung und erlaubt bei geeigneten Patienten eine sehr genaue Bestimmung der Auswurfleistung beider Herzkammern, der Größe der Herzkammern und Bestimmung der Muskelmasse, ähnlich wie in der Ultraschalluntersuchung.
Daneben können aber auch die Unterscheidung zwischen gesunden und vernarbten Herzmuskelgebieten, Darstellung von entzündlichen Veränderungen und Ablagerungen im Herzmuskel untersucht werden, was mit keiner anderen Untersuchungen so detailliert gelingt.
Auch Hinweise auf Durchblutungsstörungen können gewonnen werden, mit einer ähnlichen Aussagekraft wie beispielsweise bei der Stressechokardiographie oder Myokardszintigraphie.

Ödem des Herzmuskels bei subakutem Infarkt
Wir verfügen über eine moderne Tagesklinik mit künftig 13 Betten in komfortabler Atmosphäre, die auf die Bedürfnisse der Patienten abgestimmt ist. Kurze Wartezeiten werden durch zeitversetzte Einbestellungen ermöglicht. Dank einer sorgfältigen Terminplanung können wir unnötige Wartezeiten vermeiden und Ihre Behandlung effizient gestalten. Bei uns erhalten Sie umfassende Beratungsgespräche am Tag vor dem Eingriff, um alle Ihre Fragen zu klären und Sie bestens auf den Eingriff vorzubereiten. In unserer komfortablen Radialislounge können Sie sich nach Ihrem Eingriff entspannen und erholen.
Die Kardiologische Tagesklinik dient zur Aufnahme und anschließenden Monitor-Überwachung von Patienten mit geplanten ambulanten Eingriffen, wie Herzkatheteruntersuchungen, Herzschrittmacher-Wechsel, elektrische Kardioversionen, Schluckultraschall-Untersuchungen, Kipptisch-Untersuchungen, etc.
Zudem wird ein Großteil der für eine stationäre Aufnahme eingeplanten Patienten für erste Untersuchungen oder Eingriffe über unsere Tagesklinik aufgenommen und erst anschließend auf die Station verlegt.
Außerdem finden die vor den Eingriffen nötigen Aufklärungsgespräche mit entsprechender Vorlaufzeit (meist am Vortag) in unserer Tagesklinik statt.
Die kardiologische Tagesklinik ist somit im Normalfall Ihre erste Anlaufstelle, wenn Sie von Ihrem Arzt für einen Eingriff bzw. eine Untersuchung in unsere Abteilung eingewiesen werden.
So finden Sie uns
Im Haus 5 im ersten Stock (Nord), das heißt:
von der Eingangshalle des RoMed Klinkums aus zunächst die Treppe hinauf ins Erdgeschoss und dann dem türkisen Streifen (am Boden) folgend ins Haus 5. Dort angekommen bitte mit Lift oder über das Treppenhaus in den ersten Stock.
Bitte bringen Sie bei Ihrem Besuch folgende Unterlagen mit
- Aktueller Medikamentenplan
- Vorhandene medizinische Unterlagen/Arztbriefe, insbesondere vom zuweisenden Arzt
- Aktuelles Labor, falls vorhanden bzw. im Vornherein so vereinbart
- elektronische Gesundheitskarte (gesetzlich Versicherte) bzw. Versichertenkarte der privaten Krankenversicherung
- Überweisungsschein bzw. Einweisungsschein (wird dem zuweisenden Arzt mitgeteilt)

Kardiologische Tagesklinik
Wir sind spezialisiert auf strukturelle Eingriffe wie:
- TEER-Verfahren (Transkatheter Edge-to-Edge Repair) mittels MitraClipTM (Mitralklappe) und TriCliTM (Trikuspidalklappe)
- Vorhofohrverschluss (LAA-Okkluder)
- PFO- und ASD-Verschluss
Zusätzlich bieten wir TAVI-Eingriffe (Transkatheter-Aortenklappenimplantation) bei hochgradiger Aortenklappenstenose in Kooperation mit dem Deutschen Herzzentrum München an.
Das TEER-Verfahren (Transkatheter Edge-to-Edge Repair) ist ein minimalinvasives kathetergestütztes Verfahren zur Reparatur der Mitral- oder Trikuspidalklappe im Herzen. Es wird hauptsächlich bei PatientInnen mit Mitralinsuffizienz angewendet – einer Erkrankung, bei der die Mitralklappe nicht mehr richtig schließt und somit Blut aus der linken Herzkammer in den linken Vorhof zurückfließt (Regurgitation).
Beim TEER wird die undichte Mitralklappe repariert, ohne dass eine Operation am offenen Herzen nötig ist. Der Eingriff erfolgt meist über die Leistenvene (femoral) und unter Vollnarkose. In unserer Klinik wird hierzu das MitraClipTM (Abbott) System angewendet, dieses ist weltweit am weitesten verbreitet.
Vorteile des TEER-Verfahrens
- Minimalinvasiv, kein Brustkorb wird eröffnet
- Schonender Eingriff, besonders für Hochrisikopatienten geeignet
- Schnellere Erholung im Vergleich zur offenen Herz-OP
- Verbesserung der Symptome, z. B. Atemnot, Müdigkeit
- Verbesserte Lebensqualität und Prognose
Wann ist TEER indiziert?
- Bei schwerer Mitralinsuffizienz
- Wenn eine konventionelle Operation zu riskant ist
- Wenn Symptome bestehen trotz optimaler medikamentöser Therapie
- Bei geeigneter Anatomie
Vorbereitende Untersuchungen und die Therapieplanung sind von entscheidender Bedeutung, um die bestmögliche Behandlung für unsere Patient*innen zu gewährleisten. Die Therapieplanung erfolgt interdisziplinär in enger Absprache mit den Herzchirurgen. Alle relevanten Befunde werden in einer gemeinsamen Konferenz besprochen, um eine individuelle und optimale Behandlungsstrategie zu entwickeln. Dabei legen wir großen Wert auf eine transparente Kommunikation und die Einbeziehung der Patienten in den Entscheidungsprozess, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.

100. MitraClipTM Prozedur im April 2025
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BESUCHSZEITEN
Klinikum Rosenheim
Mo.-So. 10-18 Uhr
Parken
Klinikum Rosenheim
Ellmaierstraße 23
83022 Rosenheim
Parkplätze befinden sich direkt am Klinikum sowie gegenüber des Haupteingangs im Parkhaus P9.




