Wie sehen wir unsere Aufgabe und mit welcher Ethik wollen wir sie tun?

Geburt verstehen wir als körperlichen, psychischen und sozialen Prozess, von dem niemand vorher weiß, wie er verlaufen wird. Geburt ist das Geschehen des Mutter-werdens, das der Frau und dem Baby fast immer hohe körperliche und psychische Anstrengung bis hin zur Grenzerfahrung abverlangt. Um diese Grenzerfahrung in Geborgenheit und Sicherheit erleben zu können, bieten wir unsere fachliche Hilfe an.

Die Mutter sehen wir als Expertin für ihren Körper, für ihr Baby und für ihre Geburt an. Wir Hebammen und Ärzt*innen sehen uns als Expert*innen für die Begleitung und Beratung, für die Einschätzung des Risikos (Bergführer) , und für die erforderliche Hilfe, falls Notlagen auftreten.

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Beratung und Hilfestellung wo nötig

  • emotionale Unterstützung (da sein, erklären, reden, still sein, Mut machen, Motivation, Bestärkung…) ,
  • Einordnung des Prozesses, Orientierung geben (wie weit ist die Geburt schon vorangeschritten, an welcher Stelle im Prozess befinde ich mich)
  • Vorschläge zur Erleichterung des Prozesses (Bewegung, Lagerung, Wasser, Massage, Wärme, Atemanleitung, Naturheilkunde….)
  • Medizinische Hilfe bei individuellem Bedarf, verzögertem Verlauf oder bei grenzüberschreitenden Erfahrungen (Schmerztherapie, Medikamentöse Schmerzinfusion, Lachgas, Peridural-Anästhesie)
  • Operative Eingriffe (Kaiserschnitt, Saugglocke) bei Notlagen der Mutter oder des Kindes
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Unsere Arbeitshaltung

Die Grundlage unserer Arbeitshaltung ist das Angebot einer offenen und professionellen Betreuungsbeziehung auf gleicher Ebene. Innerhalb dieser Beziehung soll sich für die werdenden Eltern selbstbestimmt der beste Weg entwickeln. Es soll das eigene individuelle Maß gefunden werden, zwischen dem gesunden Bedürfnis nach Selbsterfahrung und Autonomie und dem Erkennen, dass dennoch Hilfe erwünscht oder notwendig sein kann.

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